„Und es ward Licht...“ – am Horror-Hochhaus

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Romy Schult blieb hartnäckig, jetzt leuchtet es Foto: Hanke
Grindel. Eine Lampe erfreut Anwohnerherzen: Seit einer Woche wird eine dunkle, von manchen als bedrohlich empfundene Ecke in der Grünanlage zwischen den Grindelhochhäusern gleich neben dem eingerüsteten, so genannten „Horrorhaus“ wieder beleuchtet. „Und es ward Licht“, freut sich Anwohnerin Romy Schult, die Bibel zitierend. Ihr ist es zu verdanken, dass sich Passanten des Nachts hier wieder sicherer fühlen können. Bis vor einem halben Jahr strahlte eine Telefonzelle an dieser Stelle Licht ab. Doch die wurde abgebaut. Seitdem war es stockfinster an der Ecke mit dem Horrorhaus. Das machte nicht nur Romy Schult Angst. Schon vor einigen Jahren hatte sie sich bei der Abteilung Stadtgrün des Bezirksamtes Eimsbüttel gemeldet, als die Telefonzelle kaputt war. Man leitete sie an Vattenfall weiter, die Romy Schult sofort kontaktierte. Der Energiekonzern ließ die Telefonzelle reparieren. Doch nun war es ganz duster. Eine Lampe statt der Telefonzelle aufstellen? „Viel zu teuer“, lautete die Antwort aus dem Bezirksamt.
Man verwies Romy Schult an den Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer. Dort reagierte ein Mitarbeiter äußerst freundlich und versprach sich der Sache anzunehmen. Romy Schult hatte nicht viel Hoffnung. Doch einige Wochen später kam die überraschende Antwort: in der dunklen Ecke wird eine Lampe aufgestellt, nicht direkt am Knick des Weges, sondern etwas ins Grün versetzt, aber es leuchtet wieder. Romy Schult ist begeistert: „Es lohnt sich eben doch, hartnäckig zu bleiben.“ (ch)
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