Uni sieht Hamburger U-Bahnplan gelassen

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Wird an der Ecke Johnsallee / Rothenbaumchaussee jemals eine U-Bahnstation gebaut? Die alte Planung lebt wieder auf Foto: Hanke

„Neubauten auf dem Campus wichtiger“. Stationsbau wäre zudem schwierig

Von Christian Hanke
Hamburger. Mit neuen U-Bahnlinien und -haltestellen will die Hamburger Hochbahn die stetig steigenden Fahrgastzahlen der Stadt bewältigen. In diesem Zusammenhang wird ein ganz alter Plan wieder aus der Schublade geholt: die U-Bahnstation Universität oder früher Johnsallee auf der Linie U1 zwischen den Bahnhöfen Stephansplatz und Hallerstraße an der Ecke Rothenbaumchaussee und Johnsallee. Eigentlich eine gute Idee, denn die Universität verfügt über keinen direkten Schnellbahnanschluss. Eine Unterbrechung zwischen Stephansplatz und Hallerstraße bietet sich außerdem schon deshalb an, weil dieses Tunnelstück bis zur Eröffnung der U4 in die HafenCity die längste Strecke der U-Bahn zwischen zwei Bahnhöfen war. Schon frühere Generationen warteten daher auf die U-Bahnstation Johnsallee.

Strecke ist abschüssig

Doch der Einbau einer neuen Station an der Kreuzung Rothenbaumchaussee/Johnsallee hat seine Tücken. Die Strecke ist hier abschüssig. Außerdem liegt sie „direkt unter dem Pflaster“, wie Hochbahn-Sprecher Christoph Kreienbaum erläutert. Deshalb müsste der U-Bahntunnel aufgedeckt werden. „Das ist eine Herkulesaufgabe, nicht einfach und nicht billig“, berichtet Kreienbaum. Selbst Hochbahn-Chef Günter Elste kann sich eine U-Bahnstation Universität an dieser Stelle schwer vorstellen. Kurios: ein Plan, dessen Realisierung die Planer selbst kaum für möglich halten.
Für die Universität hat die wieder einmal angedachte U-Bahnstation keine Priorität. Die Hochschule begrüße natürlich jeden Schnellbahnanschluss, aber Neubauten auf dem Campus seien derzeit wichtiger, sagt Universitäts-Sprecherin Christiane Kurth gegenüber dem Wochenblatt. Vielleicht bekommt die Uni ja auch einen ganz anderen U-Bahnanschluss. Die U-Bahnstation an der Rothenbaumchaussee wird nur für den Fall in Erwägung gezogen, wenn die geplante U-Bahnlinie U5 von Bramfeld über die City nach Lurup und Osdorf durch Altona, Ottensen und Othmarschen verkehren würde. Im Falle der ebenfalls erwogenen Nordvariante über Grindelallee und Hoheluftchaussee, Lokstedt und Stellingen nach Lurup kommt die alte Planung nicht in Frage. Dann hätte die Universität einen anderen direkten Anschluss unter der Grindelallee.
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1 Kommentar
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S. Heymann aus Harvestehude | 04.05.2014 | 12:24  
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