Verkehrschaos in Hamburg rund um den Mühlenkamp

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Nadelöhr Dorotheenstraße Foto: Müller

CDU kritisiert nach Sperrung „Dilettantismus“. Mittwoch Treffen im Goldbekhaus

Hamburg. Nichts geht mehr: Seit Montag ist die Wohn- und Geschäftsstraße Mühlenkamp bis 26. Oktober voll gesperrt. Hintergrund sind die Arbeiten des Busbeschleunigungsprogramms, bei der die Bushaltestelle Gertigstraße in Richtung Hauptbahnhof an die Fahrbahnkante zwischen Gertig- und Körnerstraße verlegt wird.
Die Folge der Sperrung am Montag: Der Busverkehr am Mühlenkamp auf der Linie 6 kam zeitweise vollständig zum Erliegen, etwa in der Dorotheenstraße. „Insbesondere der Hans-Henny-Jahnn-Weg war völlig überlastet. Busse der Linien 6 und 25 mussten über die Zimmerstraße umgeleitet werden“, berichtet Mühlenkamp-Anwohner und Initiativensprecher Bernd Kroll. Bushaltestellen im Hofweg wurden zeitweise überhaupt nicht bedient und Busfahrer mussten während der Fahrt die Umleitungsstrecken suchen, kritisiert auch CDU-Bürgerschaftsabgeordneter Andreas Wankum, der der Stadt „Dilettantismus“ vorwirft. Wankum stellte noch am Montag eine Kleine Schriftliche Anfrage (SKA) an den Senat, um „das entstandene Chaos aufzuklären“. Die Initiative „Unser Mühlenkamp“ fordert, die Busse unverändert durch den Mühlenkamp fahren zu lassen und die Haltestelle Gertigstraße, stadteinwärts, nach Norden zu verlagern. Eine Klage, die die Initiative anstrengen will, kann erst durchgeführt werden, wenn klar ersichtlich ist, ob die Vollsperrung notwendig ist oder nicht. Schadensersatzansprüche der Geschäftsinhaber werden geprüft. Am Mittwoch, 8. Oktober, lädt die Initiative um 19 Uhr ins Goldbekhaus, ein, um Maßnahmen zur zweiten Bauphase im Frühjahr zu überlegen. (ba)
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