Verkehrschaos und Dauerstau

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Der schreckliche Verkehrsunfall vom Vorjahr bewegte die Eppendorfer auch 2012. Nach dem Unfall waren Blumen am Ort des traurigen Geschehens niedergelegt worden.Foto: Hanke/hfr
 
Die Mitglieder der Initiative „WIR sind Eppendorf“ wollen den Abriss alter Häuser im Ortskern von Eppendorf verhindern. Foto: Hanke/hfr

Bauarbeiten und Verkehr waren dominierende Themen in Eppendorf und Winterhude

Eppendorf/Winterhude. In der aktuellen und in der nächsten WochenBlatt-Ausgabe (Mittwoch, 3. Januar) haben Sie Gelegenheit, mit einem ausgewählten Jahresrückblick noch einmal das ausklingende Jahr ganz stadtteilbezogen Revue passieren zu lassen. Lesen Sie heute Teil 1.

Urteil im Unfallprozess

Eppendorf. Der furchtbare Verkehrsunfall vom 12. März 2011, bei dem vier Menschen an der Kreuzung Eppendorfer Baum / Eppendorfer Landstraße / Lehmweg ums Leben kamen, er bewegte auch 2012 die Gemüter in Eppendorf.
Am 12. März, genau ein Jahr danach, fand eine Gedenkveranstaltung in der Nikolaikirche am Klosterstern statt. Viele Freunde und Verwandte der Toten, von Schauspieler Dietmar Mues und seiner Frau Sybille, von der Künstlerin Angela Kurrer und dem Soziologen Günter Amendt kamen. Vorschläge der Kommunalpolitik, Geschwindigkeitsbegrenzungen in den Straßen rund um den Unfallort einzuführen, wurden von den Fachbehörden mit der Begründung, der Unfall sei ein nicht verhinderbarer Einzelfall gewesen, abgelehnt. Der Verursacher des Unfalls wurde in diesem Jahr in einem mehrwöchigen Verfahren vor dem Hamburger Landgericht für schuldig befunden, den Unfall durch einen epileptischen Anfall ausgelöst zu haben. Da er sich trotz Kenntnis seiner Epilepsie ans Steuer gesetzt hatte und sich völlig uneinsichtig zeigte, wurde er zu dreieinhalb Jahren Gefängnis und fünf Jahren Führerscheinentzug verurteilt. (ch)

Altes erhalten

Eppendorf/Hoheluft. „WIR sind Eppendorf“ nennt sich eine vor einigen Wochen gegründete Initiative, die auf zunehmende bauliche Veränderungen in Eppendorf aufmerksam macht. Nachdem ein neues Bauvorhaben an der „kleinen“ Eppendorfer Landstraße nahe dem Eppendorfer Marktplatz vorgestellt worden war, das den Abriss von fünf alten, nicht unter Denkmalschutz stehender Häuser und den Neubau sechsstöckiger Etagenhäuser beinhaltete, gründeten vorwiegend alt eingesessene Eppendorfer mit zeitlicher Verzögerung diese Initiative, machten auf weitere Abrisspläne, Neubauten und Leerstände im Zentrum Eppendorfs aufmerksam. Eine Neu- und Umbauplanung an Löwen-, Martini- und Breitenfelder Straße regt besonders auf, vor allem die dortigen Bewohner, überwiegend ältere Menschen in den Gebäuden der Martin-und-Clara-Heimann und der Senator-Erich-Soltow-Stiftung. Beide Stiftungen wollen ihre Gebäude an die Stadt zurückgeben, die hier das Gelände durch einen Investor neu bebauen beziehungsweise zwei alte Stiftsgebäude umbauen wollen. Die Stiftsbewohner sollen in neue Gebäude in Lokstedt umziehen, wollen aber größtenteils lieber in der alten Umgebung bleiben. (ch)

Verkehrschaos und Dauerstau

Winterhude. Stau ohne Ende: Nichts ging mehr auf der nördlichen Sierichstraße im Juli und August. Durch Ausspülungen hatte sich an der Goldbekbrücke ein Krater gebildet. Die Vollsperrung während der Brückenarbeiten wurde zugleich genutzt Goldbekbrücke ein Krater gebildet für Asphaltierungen in den angrenzenden Straßen. Nicht nur die Nerven von Anwohnern und Autofahrern lagen blank. Auch HVV-Nutzer waren länger unterwegs, weil sie wegen des Neubaus am U-Bahn-Streckenabschnitt Kellinghusenstraße-Saarlandstraße auf Busse umsteigen mussten. Im Herbst blieb Winterhude ein Nadelöhr: Durch weitere Bauarbeiten für das Busbeschleunigungsprogramm wurde zunächst die Dorotheenstraße zwischen Maria-Louisen-Straße und Krohnskamp voll gesperrt, gefolgt von Umgestaltungen an Goldbekplatz und Moorfurthweg. Währenddessen war die Moorfurthbrücke nur in Richtung Norden befahrbar. Der letzte Verkehrsengpass bleibt uns voraussichtlich bis zum Sommer 2013. Dann wird die komplett erneuerte Deelbögebrücke fertig und wieder dreispurig je Fahrtrichtung befahrbar sein. (wh)

Neuer Bezirksamtsleiter

Hamburg-Nord. Der neue erste Mann im Bezirksamt Hamburg-Nord ist der alte zweite. Harald Rösler (62) wurde im Sommer von der Bezirksversammlung bei zwei Gegenstimmen zum neuen Leiter des Bezirksamtes Hamburg-Nord gewählt. Bereits seit 1993 amtierte Rösler als stellvertrender Bezirksamtsleiter, sprang dreimal schon nach vorzeitigen Abgängen des ersten Leiters in Hamburg-Nord als provisorischer Chef ein, so auch im Januar, als sein Vorgänger Wolfgang Kopitzsch zum neuen Hamburger Polizeipräsidenten ernannt wurde. Daher änderte sich für Rösler durch seine Wahl fast nichts. Er wurde nur endlich ´mal als erster Mann des Bezirks bestätigt. (ch)
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