Vespafahren in Hamburg, kann das jeder?

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Christine Wessels saß vor dem Test noch nie auf einem Roller Fotos: mdt

Roller-Premiere für Christine Wessels: Die Wochenblatt-Layouterin testet die Jaano-Roller – mit besonderem Ergebnis

Von Marco Dittmer
Hamburg
Mit der Vespa durch enge Gassen flitzen, vorbei am Stau und sich, sofern Platz ist, einfach durch den morgendlichen Berufsverkehr Richtung Innenstadt hindurchschlängeln – dafür brauchen Hamburger seit März keinen eigenen Roller mehr. 
Mit Jaano ging im Frühjahr Deutschlands erstes Roller-Sharing-Unternehmen in der Hansestadt an den Start. Für 19 Cent pro Minute, maximal 36 Euro pro Tag, können Hamburger den Sommer zwischen Alster und Landungsbrücken mit etwas italienischem Flair genießen. Um die bisher 50 Roller zu starten braucht man nicht mehr als eine Fahrerlaubnis für Pkws und  den Zugang zum Jaano-Portal, mit dem man die Roller sucht, reserviert und startet. Doch wie sieht es mit Erfahrung aus? Ist der Umstieg von vier auf zwei Räder wirklich unproblematisch? Kann das jeder? 
Das Wochenblatt will es genau wissen und testet die Roller mit einer sehr mutigen aber bisher rollerunerfahrenen Mitarbeiterin. Christine Wessels entwirft als Layouterin normalerweise Grafiken für das Wochenblatt. An einem Donnerstagvormittag tauscht sie den Bürosessel gegen einen der weißen bis zu
50 km/h schnellen Zweisitzer. Jaano-Mitbegründer Björn Bartels weist fast täglich Dutzende Kunden auf der Vespa ein, darunter auch viele Erstfahrer wie Christine Wessels. Der 28-Jährige warnt Anfänger vor Gefahren, macht ihnen aber hauptsächlich Mut. „Rollerfahren ist überhaupt nicht schwer. Am schnellsten lernt man es aber direkt auf der Straße“, sagt er. Trotzdem muss jeder Kunde bei der Registrierung ein paar Runden unter Björns Aufsicht drehen. Zeigt sein Daumen nach oben, kann man direkt vom Barmbeker Betriebshof losdüsen. Wenn nicht, wird ein zweiter Übungstermin vereinbart. 
Christine ist bei ihrer Roller-Premiere hochmotiviert aber auch ein bisschen nervös.  Die Übungsfahrt erinnert sie an ihre Fahrprüfung. Gas rechts, Bremse links und rechts, dann noch lenken und ab und zu blinken – Fortgeschrittene hupen noch – mehr sollte es doch eigentlich nicht sein. „Wie Fahrradfahren nur mit Motor“, hatte ihr Mann am Frühstückstisch noch gesagt, na dann. Los gehts!

Übungen auf Betriebshof


Erste Übung: Slalom um gelbe Hütchen, klappt. Zweite Übung: Im Kreis fahren, gähn. Dritte Übung: Raus in den Verkehr, einmal um den Betriebshof…da passiert es dann doch. Die Linkskurve auf dem Übungsplatz ist zu eng, die Fahrt endet an einem Garagentor. Christine ist zwar schnell wieder auf den Beinen und auch der Roller hat nur ein paar Kratzer. Der Schock sitzt aber tief, so tief, dass auch Björn Bartels sie nicht mehr in den Sattel kriegt. Der Test ist vorbei. 
Ihr Wochenblatt-Kollege übernimmt schließlich das Steuer und Christine testet von nun an das Fahrgefühl auf dem Rücksitz. „Hier sitzt es sich viel entspannter“, sagt sie. Bei einer kurzen Tour an die Alster kommt ihr auch eine super Idee: „Mein Mann wird sich bei Jaano anmelden und fährt mich dann durch Hamburg.“

Weitere Infos: www.jaano.de
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