Viel Platz für Neubauten in Hamburg

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So genannte „Punkthäuser“ sollen in den Garten zwischen den Stiftsgebäuden gesetzt werden. Auch ein blumenreiches Rondeel würde verschwinden Fotos: Hanke

Pläne für Projekt bei Wohnstiften werden konkreter. Ende Juli Entscheidung

Von Christian Hanke
Hamburg. Was wird aus dem Martin-und-Clara-Heimann Stift an der Löwen- und Martinistraße und dem Senator-Erich-Soltow-Stift an der Breitenfelder Straße, die zusammen mit der von den Stiftsgebäuden umgebenden Grünfläche ein idyllisches Ensemble für ältere Menschen bilden?
Die Grundstücke wurden im vergangenen Jahr Investoren an Hand gegeben, die hier bauen und umbauen möchten. Seit zwei Jahren leben die Bewohner in Ungewissheit über ihre Zukunft (das Wochenblatt berichtete).
Ein Umzug in neue Stiftswohnungen am Grandweg in Lokstedt wurde ihnen von der Leitung des Heimann Stiftes vorgestellt. Doch die meisten wollen in ihren jetzigen Wohnungen bleiben.
In den nächsten Wochen kann sich die Zukunft der Flächen des Heimann- und des Soltow-Stifts in Hoheluft-Ost entscheiden. Die Anhandgabe, die einer Zustimmung zu den Investorenplänen gleichkommt, läuft am 31. Juli ab. Bis dahin müssen ausreichend Unterlagen für eine Baugenehmigung im Bezirks-
amt Hamburg-Nord vorliegen. Die Anhandgabe kann aber auch verlängert werden. Da es sich um städtische Grundstücke handelt, die die Stiftungen nur gepachtet haben, entscheidet die Finanzbehörde, und dort der Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG), über den Verkauf an die Investoren. Mit der Anhandgabe hat der LIG bereits Zustimmung zu den Investorenplänen signalisiert. Auch baurechtlich steht den Plänen nichts im Wege. Wenn ein Bauantrag eingegangen ist, muss das Bezirksamt als die ausführende Behörde allerdings noch prüfen, ob sich die geplanten Gebäude in die Umgebung „verträglich“ einfügen.

Stiftsbewohner verärgert

Neu bauen wollen die Investoren auf der Fläche des Soltow-Stifts, das abgerissen werden soll, und auf der Grünfläche zwischen den Stiftsgebäuden. Hier sind drei so genannte „Punkthäuser“ geplant, kompakte, würfelähnliche Gebäude, die die Häuser des Heimann-Stiftes überragen würden. Letztere sollen stehen bleiben und saniert werden. Ihre Bewohner können zu moderaten Mieten bleiben. An den „Punkthäusern“ vor ihrer Haustür entzündet sich Protest bei den Bewohnern des Heimann-Stiftes. Denn der große Garten mit dem blumengeschmückten Rondeel ginge verloren. Hier haben sich die Stiftsbewohner gern getroffen.
Vermutlich werden die drei Neubauten kommen. Es sei denn, das Bezirksamt stuft sie als nicht verträglich mit der Umgebung ein. Derzeit wird zwischen den Investoren und den betroffenen Behörden die Zukunft der Stiftsflächen abgestimmt, mit dem Ziel bis Ende Juli eine Entscheidung herbeigeführt zu haben.
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