Vierstellige Summe für Uganda

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Lehrerin Petra Jackel wurde mit ihrer Klasse kreativ, um Schulkindern in Uganda durch Spenden zu helfen. Foto: Gemeinholzer

Grundschule Alsterdorfer Straße sammelt für ostafrikanisches Land

Von Anne Gemeinholzer
Winterhude. Knapp sechs Millionen haben sie schon zusammen für eine Schule in Uganda: Auch wenn es keine Euros, sondern Uganda-Schilling sind – die Hilfsbereitschaft der Grundschüler von der Alsterdorfer Straße ist enorm. 1700 Euro sammelte Lehrerin Petra Jackel bereits durch den Verkauf von selbst gemachten Fotokalendern an Schüler. Mächtig ins Zeug legten sich auch die Mädchen und Jungen der vierten Klassen und der Vorschule beim Backen und Basteln. Ihre Produkte wollten sie Ende vergangener Woche bei der Schulweihnachtsfeier und im Forum Winterhude verkaufen, um die sechs Millionen Uganda-Schilling (umgerechnet 1.900 Euro) voll zu machen.

Große Armut

Wie groß die Armut in dem ostafrikanischen Land Uganda ist, erfuhren die Schüler der 4b aus Erzählungen ihrer Klassenlehrerin. Petra Jackel hatte bei einer Reise im vergangenen Jahr eine Grundschule im Grenzgebiet zum Kongo besucht und, angerührt von der Armut, eine Spende dagelassen, von der Musikinstrumente angeschafft wurden. Ihrer Klasse zeigte die passionierte Hobbyfotografin Bilder und Filme.
„Die Kinder haben gestaunt, dass dort 120 Kinder in einem Raum unterrichtet werden, dass der Schulhof ein Feld ohne Spielgeräte ist und die Kinder kilometerweit zu Fuß zur Schule gehen“, berichtete die Lehrerin. „Mich hat beeindruckt, dass sie sich so freuen, zur Schule zu gehen“, sagte Lars aus der 4b. Auch wenn in Uganda kein Schulgeld gezahlt werden muss, schickten Eltern ihre Kinder erst dann zur Schule, wenn sie es sich leisten können, auf deren Arbeitskraft zu verzichten, erklärte Petra Jackel. Die Kinder hätten sich gut einfühlen können und noch viele Fragen gehabt, die sie per E-Mail weitergegeben habe.

Neue Räume

„Dass wir so viel Geld zusammenbekommen, hätte ich nicht gedacht“, sagte die Lehrerin, „das hat mich sehr gefreut.“ Die Grundschule in Uganda wolle von dem Spendengeld Bücher, Instrumente und Fußbälle anschaffen. Weil die Summe größer sei als angekündigt, sei vielleicht auch eine größere Investition möglich: „Was sie dringend brauchen, sind weitere Räume.
Mit einer ersten Klasse sitzen sie mit 240 Kindern in einem Raum – dabei ist der mit 120 Kindern schon voll“, so Petra Jackel. Einen Teil der Spenden wird eine Freundin von ihr bei einem Besuch in Uganda Mitte Dezember an die Schule übergeben, der Rest wird überwiesen. (ag)
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