Vögel fliegen auf Hamburg

Wann? 10.06.2017

Wo? Messeplatz 1, Messeplatz 1, 20357 Hamburg DE
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Kohlmeisen finden in Hamburg gute Bedingungen vor Symbolfoto: thinkstock
Hamburg: Messeplatz 1 |

Die Hansestadt gehört mit rund 200 Vogelarten zu den beliebtesten Nistplätzen

Von Christian Hanke
Hoheluft
„Was piept und fliegt in Hamburg?“ Wer sich über die Vogelwelt in der Hansestadt informieren möchte, kann jetzt auf eine neue Quelle zurückgreifen: Das Buch von Thomas Schmidt aus Hoheluft-Ost mit diesem Titel. Im handlichen Format, 18x13,5 cm, mit rund 90 farbigen Abbildungen.Thomas Schmidt ist profunder Vogelkenner, der schon eine Reihe von Büchern über Vögel, vor allem in seiner Heimatstadt Hamburg, herausgegeben hat.

13 Kurzwanderungen


Anhand von 13 Kurzwanderungen, unter anderem entlang des Alsterwanderweges und im Stadtpark erläutert er die Hamburger Vogelwelt. Auf jeder dieser Routen widmet sich Schmidt fünf Vogelarten, die hier vorkommen, beschreibt sie, geht auf Stimme, Lebensraum und Verbreitung in Hamburg ein. Exkurse beschäftigen sich mit der Stadt als Vogelbiotop und mit den Besonderheiten für Vögel in einer von Menschen geprägten Umgebung. Das Buch gibt außerdem Tipps zur Vogelbeobachtung und Hinweise zur Verkehrsanbindung der Wanderungen. Auch eine Orientierunsgkarte und eine Aufstellung der Brutvogelbestände fehlen nicht. Einen besonderer Reiz des Buches bilden die Zeichnungen des berühmten Ornithologen Johann Friedrich Naumann (1780-1857), des besten Vogelkenners seiner Zeit.

Grünes Hamburg


160 Vogelarten bevölkern Hamburg regelmäßig. Rechnet man die „Durchzügler“ hinzu, sind es sogar rund 200. Das ist Spitze in Deutschland. Der Grund ist das viele Grün in Hamburg, in dem viele Vögel gute Lebensbedingungen finden. „Hamburg verfügt über relativ viele Grünanlagen. Es sind rund acht Prozent der Fläche der Stadt“, erzählt Schmidt. Spitzenreiter in Hamburg sind die Amsel und die Meisen. „Sie sind sehr anpassungsfähig. Die Amsel ist in die Stadt umgezogen“, berichtet der Vogelkenner. Ausgezogen sind dagegen viele Spatzen. Der Haussperling, so die offizielle Bezeichnung, nistet in Fassaden und ernährt sich von Insekten. Weil die Fassaden moderner Bauten immer glatter geworden sind, finden die Spatzen immer weniger Brutplätze.

Feinde: Straßenverkehr und Katzen


Und da die Anzahl der Insekten in Hamburg extrem abgenommen hat, in den letzten 30 Jahren um rund 80 Prozent, haben die Spatzen auch Schwierigkeiten bei der Nahrungssuche bekommen. Die größten Feinde der Vögel in der Stadt sind neben dem Straßenverkehr die Katzen. „Katzen sollten in der Brutzeit der Vögel, März bis Mai, nicht frei herumlaufen“, warnt Thomas Schmidt, der auch viele Kinderbücher über Vögel veröffentlichet hat. Aus seiner Eulen-Reihe sind Bücher über einzelne Vogelarten erschienen, die im Handel und in Bücherhallen erhältlich sind.

Vogelführungen


Schmidt bietet auch Vogelführungen an, zum Beispiel durch den Ohlsdorfer Friedhof (1. und 8. Juni, jeweils 18 Uhr, Treffpunkt: Haupteingang) und Planten un Blomen (10. Juni, 8 Uhr, Treffpunkt: Eingang Fernsehturm, Messeplatz).
„Was piept und fliegt in Hamburg?“, Preis: 16 Euro
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1 Kommentar
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Kurt Hoffmann aus Hamm | 12.06.2017 | 12:13  
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