Vorfahrt für Fahrräder in Hamburg ?

Anzeige
Autofahrer bald nur noch „Gäste“ in Fahrradstraßen? Foto: Hanke

Hamburg-Nord: Autos sollen in sieben Straßen nur eingeschränkt erlaubt sein

Von Christian Hanke
Hamburg. Dürfen im Leinpfad, in der Straße Bellevue, in der Frickestraße in Eppendorf und im Heilholtkamp in Alsterdorf bald nur noch Autos von Anliegern und Fahrräder fahren? Im Rahmen des neuen Radwegekonzepts für den Bezirk Hamburg-Nord wird derzeit geprüft, ob sieben Straßen, darunter die erwähnten, in Fahrradstraßen umgewandelt werden. Das bedeutet: Vorrang für Radler, die auch nebeneinander fahren können, Autos sind nur als „Gäste“ zugelassen, müssen sich nach den Fahrrädern richten. Die CDU mahnt bereits, eine solche Entscheidung gut zu überlegen. Ihr Bezirksabgeordneter Christoph Ploß befürchtet, dass „keine Autos mehr durch die entsprechenden Straßen fahren dürfen, Parkplätze oder auch Bäume wegfallen würden“. An der
Außenalster wäre das außerdem, so Ploß, „ein Einschnitt für das Landschaftsbild.“ Ein Antrag der CDU, in der eine Bürgerbeteiligung, eventuell auch eine Planungswerkstatt zu diesem Thema gefordert wird, wurde mit der Mehrheit von SPD und FDP abgelehnt. Insbesondere die Überlegung, die Straße Bellevue an der Außenalster und den Goldbekkanal in eine Fahrradstraße umzuwandeln, stößt bei der CDU auf Kritik. Umgekehrt fordern die Grünen, gerade in Bellevue und Schöne Aussicht (Uhlenhorst) entlang der Außenalster Fahrradstraßen einzurichten. Ein entsprechender Antrag wurde bereits
im November 2013 vertagt, da alle an der Außenalster liegenden Bezirke ein gemeinsames Konzept über Radwege an den Ufern erarbeiten. Erste Ergebnisse sollen im Sommer vorliegen.
Die CDU fordert statt Fahrradstraßen, ein zusammenhängendes Radwegenetz und die Sanierung kaputter Radwege.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige