Was bedeutet Glück?

Anzeige
Neuntklässlerin Carolin Peltz beschäftigte sich ein halbes Jahr lang mit der Frage, was Glück ist.

Johanneum-Schüler forschten über 150 Themen des Lebens

Winterhude. „Macht Geld glücklich?“ – und ganz allgemein „Was bedeutet Glück?“: Nur zwei von über 150 Themen, die Siebt- und Neuntklässler des Johanneums am Präsentationstag Forschen und Lernen ihren Mitschülerinnen und -schülern, Lehrern und allen Interessierten in Klassen- und Fachräumen vorstellten.
Im dritten Jahr wird an dem humanistischen Gymnasium in der Maria-Louisen-Straße von Klasse sieben bis zehn das Fach Forschen und Lernen mit dem Abschluss von Präsentationen oder schriftlichen Arbeiten unterrichtet. Dabei müssen die Jugendlichen aus den Klassen sieben und neun einen nach erlernter Struktur - Einleitung, These, Fazit - aufgebauten Vortrag an digitaler Tafel halten, während die Acht- und Zehntklässler schriftliche Arbeiten vorzulegen haben.
Die Themenvielfalt war riesig. Siebtklässler bevorzugten oft Themen der Naturwissenschaften („Was ist Vulkanismus?“, „Wie verändert die Technik unser Leben?“). Zwei Klassen höher ging´s philosophisch und psychologisch schon ans Eingemachte. Constanze Rath untersuchte die Frage: Macht Geld glücklich? und kam nach Abwägung der Thesen verschiedener Autoren zu keiner eindeutigen Antwort. Auf die Frage: Was bedeutet Glück? konnte Carolin Peltz nach dem Studieren mancher Autoren einige Faktoren nennen: Liebe, Lebenssinn und Leidenschaft zum Beispiel, nicht aber Intelligenz. Auch negativen Phänomenen gingen die Schüler auf den Grund. Dinah Geldmann zum Beispiel wollte wissen: Wie kann man zu einem Mörder werden? Erschreckendes und Beruhigendes hat sie herausgefunden. Ein potenzieller Mörder steckt nahezu in jedem von uns. Aber in unseren Breitengraden folge dem Wunsch nur äußerst selten die Tat...
Ein halbes Schuljahr lang hatten sich die künftigen Forscher mit dem Aufbau von Vorträgen beschäftigt. Dann stiegen sie in ihre Themen ein, bemühten das Internet, fanden Aussagen und Erklärungen in Büchern und Zeitungen. Die Mühe machte sich bezahlt. Am Ende machten die jungen Forscherinnen und Forscher eine gute Figur, vertraten selbstbewusst ihre Thesen und kamen zu einem differenziertem Fazit.
Auch diese Leistungen wurden von Lehrern beurteilt, wenn auch nicht in Form einer Note. Was eigentlich nicht geplant war. Doch die Lernenden wollten ein Feedback. Zeugt von Reife und Selbstbewusstsein: Nicht die Lehrer, sondern die Schüler forderten Beurteilung. (ch)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige