Was wird aus dem Clubhaus?

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Werner Spamann, der Vorsitzende des „Der Hamburger und Germania Ruderclub“, vor dem Clubhaus am Alsterufer, das wohl abgerissen und durch einen weißen Neubaus ersetzt werden wird. Foto: Hanke

Ungewisse Zukunft beim Hamburger und Germania Ruderclub

Rotherbaum. Wird das Clubhaus des „Der Hamburger und Germania Ruderclub“ am Alsterufer abgerissen? Vermutlich ja. Das Domizil des ältesten deutschen Ruderclubs, 1836 gegründet, steht auf morschen Pfählen. Ein Neubau wird kaum teurer als eine aufwendige Sanierung.
Was ist geschehen? Im vergangenen November untersuchte ein Taucher den Untergrund des zu etwa zwei Dritteln im Wasser der Außenalster stehenden Clubhauses aus den Jahren 1901 und 1924.
Der Hamburger und Germania Ruderclub wollte sich nach Süden erweitern.
Baugenehmigung
Der Verein mit derzeit rund 770 Mitgliedern einer der größten Ruderclubs in Deutschland und mit vielen Leistungssportlern, platzt aus allen Nähten. Bastian Seibt wurde im Leichtgewichts-Vierer ohne Steuermann gerade bei den Olympischen Spielen in London Dritter im B-Finale.
Die Baugenehmigung für die Erweiterung war bereits beantragt. Sie wurde Anfang 2012 bewilligt. Doch der Taucher im November machte den Ruderern einen dicken Strich durch die Planung. Er konnte durch ein Gitter, das sich über den tragenden Holzpfählen befindet, seine Hand hindurchstecken. Vollkommen morsch! Das Clubhaus steht auf 50 Holzpfählen aus dem Jahre 1901 und 50 Stahlbetonpfählen von 1924. Die Holzpfähle und die darauf liegenden Gitter sind weitgehend verrottet. Außerdem ist Stahl unter dem Betonboden der Anlegestegs korridiert. Der Vorstand des Traditonsclubs holte Gutachten ein, rechnete und kam zu dem Schluss, dass Abriss und Neubau mehr Sinn machen, als eine aufwendige Sanierung. Rund 2,9 Millionen Euro müssten für die schwierige Sanierung mit Neubau von Pfählen unter dem Clubhaus ausgegeben werden. Rund 3,5 Millionen Euro aber kostet bereits ein Neubau.
„Die Sanierung bedeutet nichts weiter, als den Erhalt des jetzigen Zustandes.
Deshalb lohnt sich der Neubau, denn in den nächsten Jahren ständen weitere Erneuerungen an“, erläutert Werner Spamann, der Vorsitzende des „Der Hamburger und Germania Ruderclub“ die Empfehlung des Vorstandes an die Mitglieder, die mit 155 von 173 Stimmen gutgeheißen wurde. „Es wird einem natürlich weh ums Herz“, gesteht der Vorsitzende.
Doch den Abriss können die Ruderfreunde verschmerzen, weil das Erscheinungsbild des Clubhauses nicht beeinträchtigt werden darf. Das ist Gesetz an der Außenalster.
Einziger Unterschied: es muss wohl weiß gesrtrichen werden statt des derzeitigen Gelb. Auch das ist Vorschrift an der Außenalster. (ch)
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