Weiter Ärger um die Baustelle Mühlenkamp

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Weiß statt Rot: Laut Konsenspapier sollten die Fahrradschutzstreifen am Mühlenkamp eigentlich rot sein... Foto: mdt

Initiative: Vereinbarungen aus dem Konsenspapier werden nicht eingehalten

Winterhude Wieder Ärger am Mühlenkamp. Eigentlich sollte doch jetzt alles glatt gehen – nachdem es zwischen der Volksinitiative „Stopp der Busbeschleunigung“ und der rot-grünen Regierung zu einem Konsens kam. In dem unter anderem festgeschrieben steht: Die Fahrradschutzstreifen werden auf dem Mühlenkamp rot markiert. Aufgemalt sind sie derzeit aber weiß. Und zudem „mit so wenig Fahrradsymbolen gekennzeichnet, dass die Fahrradschutzstreifen eine Einladung für alle Falschparker darstellen“, wie die Bürgerinitiative „Unser Mühlenkamp“ feststellt. Auch Kurzzeitparkzonen im Abschnitt Semperstraße – Poelchaukamp sind bisher noch nicht eingerichtet worden. Außerdem war die Hinweisbeschilderung aus Norden in der Barmbeker Straße für viele irritierend, es gab Staus und zeitweise Verkehrschaos. Die Interessengemeinschaft IG Mühlenkamp informierte auf Flyern Kunden über die richtigen Anfahrtsmöglichkeiten. Flyer können bei ProVida in der Preystraße 4 kostenlos abgeholt werden. Die Anlieger sind entsprechend sauer – und enttäuscht. „Ich kenne den Mühlenkamp schon seit mehr als 25 Jahren. Verkehrsprobleme hat es hier schon immer gegeben. Daran wird auch die Busbeschleunigung nichts ändern. Ich würde lieber jeden Tag 20 Minuten im Stau stehen, wenn ich wüsste, dass für das Geld Sozialwohnungen gebaut werden“, sagt Karina Bogel vom Juwelier Köster, die generell gegen die Umbaumaßnahmen ist. Ralph Larouette vom Restaurant „3 Tageszeiten“ ist resigniert: „Wichtige Teile der Vereinbarung mit dem Senat, wurden bereits gebrochen. Der Konsens ist nicht mehr gültig. Einzig positiv sind die Bauarbeiter. Sie geben sich sehr viele Mühe die Arbeiten zügig durchzuführen. Sicherer ist es übrigens auch nicht geworden. Erst in der vergangenen Woche hat es zwei Unfälle mit Bussen gegeben.“
Auf Nachfrage des Wochenblatts nimmt die Verkehrsbehörde wie folgt Stellung: "Die rote Markierung wird üblicherweise zuletzt aufgetragen. Bedingt durch den Maschineneinsatz und um ein einheitliches Bild ohne viele Ansätze zu erreichen, war vorgesehen, diese zusätzliche Markierung für den gesamten Abschnitt in einem Arbeitsgang am Ende der Bauarbeiten aufzubringen. Um allen Spekulationen entgegenzuwirken, wird die Rotmarkierung in den bereits fertiggestellten Bereichen (zwischen Semperstraße und Poelchaukamp sowie zwischen Körnerstraße und Gertigstraße) nun zeitlich vorgezogen." Hinsichtlich der Kurzeitparkzonen im Abschnitt Semperstraße-Poelchaukamp heißt es: Diese werden "vom Landesbetrieb Verkehr (LBV) organisiert". (ba/mdt)
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2 Kommentare
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Michael Kahnt aus Barmbek | 22.04.2015 | 09:17  
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Michael Kahnt aus Barmbek | 22.04.2015 | 13:14  
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