Wende am Grindelberg

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Weg damit! Riskantes Wenden auf der Fahrbahn gefährdet im Grindelberg immer wieder andere Verkehrsteilnehmer Foto: Hanke

Sperren gegen Umdreher. Gesamtumbau kostet 2,2, Millionen Euro

Harvestehude Nun auch der Grindelberg: Die Lücke zwischen Grindelallee und Hoheluftchaussee wird geschlossen, das Zwischenstück Grindelberg mit Wendesperren ausgerüstet.
In der nördlich und südlich angrenzenden Straße, in der Grindelallee und der Hoheluftchaussee, gibt es sie schon: die Erhebungen aus Metall in der Mitte der Fahrbahn, die das riskante Wenden von Autos verhindern, das schon zu manchem schweren Unfall geführt hat. Beobachtungen der Polizei (und auch des Wochenblatts) haben aber ergeben, dass im Grindelberg nicht weniger oft mitten auf der Fahrbahn gewendet wird als wie in den beiden anderen Straßen vor dem Einbau der Wendesperren.
Im Grindelberg werden aber nicht nur in voller Länge Hindernisse eingebaut. Die Straße wird grundsaniert und wie aktuell so manch andere Straße mit neuen Radfahrstreifen versehen. Die Radwege sind hier ­– auch das ist leider die Regel – durchweg schlecht, sprich: zu schmal, durch Versackungen und Verwerfungen gekennzeichnet sowie von unregelmäßiger Linienführung. Nun werden sie „regelkonform“ ausgebaut. Größtenteils werden die Radler künftig über Radfahrstreifen auf die Fahrbahn geleitet, zum Beispiel gleich hinter dem Wendehammer Kaiser-Friedrich-Ufer stadteinwärts. Für den auf Radfahrstreifen geführten Radverkehr werden auch die drei Nebenfahrbahnen genutzt, vor den Grindelhochhäusern und auf der anderen Seite südlich der Helene-Lange-Straße. Zwischen Ober- und Isestraße bleibt der Radweg bestehen, der auf zwei Meter verbreitert wird. Unter dem Hochbahnviadukt wird der Radweg zweispurig am Fahrbahnrand entlang geführt.
Wegen der Wendesperren muss die Fahrbahn nahezu entlang der gesamten Straße leicht verbreitert werden. An der Ecke Schlankreye wird die wenig genutzte Rechtsabbiegespur aufgehoben und mit einer Geradeausspur zu einer auf 4,80 Meter verbreiterten Fahrspur für Geradeaus und Rechts ersetzt.
Vor den Geschäften und der Gastronomie zwischen U-Bahnhof Hoheluftbrücke und Schlankreye wird voraussichtlich eine 16 Meter lange Ladezone eingerichtet. Die Fahrradabstellanlage wird neu geordnet. Wegen der Fahrbahnverbreiterung müssen im Bereich der Kreuzung Hallerstraße Schräg- in Längsparkplätze umgewandelt werden. Deshalb fallen acht Stellplätze weg. Am U-Bahnhof Hoheluftbrücke werden am Wendehammer Kaiser-Friedrich-Ufer, der zurückgenommen wird, 250 Fahrradbügel eingebaut. Die Baumaßnahme Grindelberg kostet voraussichtlich 2,2 Millionen Euro und wird im Frühjahr 2016 umgesetzt. (ch)
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