Wenig Platz für Radfahrer

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Auf dem Gehweg an der Alsterdorfer Straße wird es durch Radler oft richtig eng Foto: tal

Alsterdorfer Straße: Bezirkspolitiker schlagen Planungswerkstatt vor

Von Christian Hanke
Alsterdorf
Sie ist einfach zu eng für alle Verkehrsteilnehmer, die sie zahlreich nutzen: die Alsterdorfer Straße im nördlichsten Abschnitt zwischen Sengelmann- und Fuhlsbütteler Straße.
Zwei Schulen befinden sich hier und die Evangelische Stiftung Alsterdorf. Die Fahrbahnfläche ist kaum breiter als in einer Wohnstraße. Ebenso der Fußweg, den sich Fußgänger und Radler teilen müssen, denn für die Radfahrer ist nirgendwo Platz. Hier vor allem kommt es ständig zu Kollisionen. „Die Situation ist unverändert unbefriedigend. Die Autos fahren trotz Tempo 30 viel zu schnell und es gibt keinen Radweg. Man müsste die Fahrbahn durch bauliche Maßnahmen einengen und einen Radweg wie in der Fuhlsbüttler Straße anlegen“, fasst Sybille Arendt, Sprecherin der Flachsland Schule zusammen.
Die Kommunalpolitiker, die die Situation kennen, sind sich allerdings einig: Ein Radfahrstreifen lässt sich nicht von der Fahrbahn abmarkieren. Hier ist zu wenig Platz. „Das ginge nur auf Kosten von Parkplätzen. Aber das ist ja nicht so beliebt“, erklärt Rachid Messaoudi von den Linken Hamburg-Nord. Jörg Lewin, langjähriger Bezirksabgeordneter der SPD in Hamburg-Nord, und wohnhaft in Alsterdorf, ist ratlos. „Wir haben uns mit dem Thema schon beschäftigt, ohne zu einer Lösung gekommen zu sein. Wir müssen uns mit der Polizei, den Anwohnern und der Tiefbauabteilung noch einmal zusammensetzen. Eine kleine Planungswerkstatt könnte helfen“, schlägt Lewin vor. Die einzige Maßnahme, die ihm spontan einfällt, ist Tempo 30 für den ganzen betroffenen Abschnitt. Das hatten die Linken schon einmal gefordert. Ihr Antrag wurde abgelehnt. Polizei und Hamburger Verkehrsverbund (HVV) sind dagegen. Die Polizei sah bei der früheren Befassung mit dem Thema keine Notwendigkeit, da es keine besorgniserregende Unfalllage gab. Der HVV ist generell gegen Tempo 30, wenn durch die beengten Straßen Busse verkehren. Hier fährt die Linie 179. Jörg Lewin findet, dass „die Schnelligkeit der Buslinie zurückstehen“ muss hinter der Verkehrsberuhigung zugunsten aller Nutzer der Straße. Vielleicht können die Kinder der Flachsland Schule helfen. „Sie könnten im Rahmen eines Projektes die Autos zählen, die zu schnell fahren“, schlägt Sybille Arendt vor.
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1 Kommentar
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Roger ogt aus St. Georg | 01.04.2015 | 10:00  
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