Weniger Flüchtlinge in Pehmöllers Garten

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Groß Borsteler vor einem Rundgang, danach trafen sie sich zum Gedankenaustausch über die Zukunft des Areals Foto: Haas

Groß Borsteler fordern Begrenzung auf 300 Menschen pro Standort. Info-Abend am 12. September

Von Waltraut Haas
Groß Borstel
Was wird aus Pehmöllers Garten? Dies fragen sich die Groß Borsteler seit langem. Sie wünschen sich eine öffentliche Nutzung nach der Wiederbelebung des bislang verwilderten Parks an der Papenreye, Ecke Borsteler Chaussee. Der Realisierung stehen – wie berichtet – jedoch aktuellen Pläne einer Unterkunft für 400 Geflüchtete entgegen. Darüber informieren der künftige Betreiber fördern & wohnen (f&w) und das Bezirksamt Nord am Montag,12. September, 18 Uhr, in der Kirche St. Peter. In einem offenen Brief verdeutlicht jetzt Hans-Heinrich Nölke die Sicht des Kommunal-Vereins Groß Borstel (KV). Nachdem die Bürgerschaft Mitte Juli einen Konsens mit der Initiative „Hamburg für gute Integration“ zugestimmt habe, müsse die vereinbarte Begrenzung auf maximal 300 Menschen je Standort auch für die geplante Unterkunft in Pehmöllers Garten von vornherein berücksichtigt werden, fordert Nölke: „Genauso wie eine abgestimmte Belegung von Haushalten mit guter Bleibeperspektive.“ Bereits jetzt seien 884 Geflüchtete in Groß Borstel untergebracht, immerhin zehn Prozent der Einwohner im Stadtteil. Bis jetzt habe der KV-Vorstand konstruktive Gespräche vorgezogen. Der KV-Vorsitzende Nölke möchte „auch hier einen vernünftigen gemeinsamen Nenner finden.“

„Mustergültige Siedlung“


Bezirksamtsleiter Harald Rösler zeigt sich gesprächsbereit. Bei allem wertschätzenden Verständnis würde er jedoch 400 Plätze für die f&w-Unterkunft an der Papenreye begrüßen: „Sie könnte sich dank des Beteiligungsverfahrens zu einer mustergültigen Siedlung entwickeln“, erkärte Rösler außerdem. Dafür könnte die Unterkunft mit 100 Plätzen neben der Seniorenwohnanlage an der Borsteler Chaussee weichen. „Außerdem brauchen wir eine solide Anschubfinanzierung für den Erhalt und die behutsame Entwicklung von Pehmöllers Garten“, sagte Rösler. Die künftige Gestaltung des Parks kann sich der Bezirksamtsleiter gemeinsam mit Flüchtlingen vorstellen, sieht sogar Chancen für deren Qualifizierung, „wenn etwa Gartenbaubetriebe hier junge Leute an entsprechende Tätigkeiten heranführen.“ Das für einen „Pehmöllers Garten-Fonds“ notwendige Geld wurde von Amts wegen bereits kalkuliert. Auch sei der Fortbestand des Parks auf einem guten Weg: Er bedürfe der Absicherung in einem Bebauungsplan.

Info-Abend: Flüchtlingsunterkunft in Pehmöllers Garten, 12. September, 18 Uhr, Kirche St. Peter, Borsteler Chaussee 139

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Weitere Infos: Kommunal-Verein Groß Borstel; Volksinitiative "Hamburg für gute Integration"
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