Wenn Mutti Geburtstag hat...

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Hartmut Klingbetel, Willi-bald Piesch und Helga Bremker vor Angela Merkels Geburtshaus, Isestraße 95 Foto: Hanke

Eine kleine Zeremonie für Angela Merkel

Von Christian Hanke
Harvestehude
Mutti hatte Geburtstag und kaum jemand war gekommen. Nur Vertreter von Vertriebenenverbänden versammelten sich am 17. Juli vor dem Haus Isestraße 95, zu Ehren einer Dame, die derzeit gleichermaßen mit Lob und Kritik bedacht wird: Bundeskanzlerin Angela Merkel. Hier in der Isestraße 95 wurde die deutsche Regierungschefin an jenem Freitag vor 61 Jahren geboren. Schon einige Wochen später verzog sie mit ihren Eltern nach Quitzow in Brandenburg. Die Landesverbände Hamburg der Landsmannschaften der Oberschlesier und der Ostpreußen hatten Angela Merkels Geburtsort nicht vergessen. Seit zehn Jahren halten sie an ihrem Geburtstag eine kleine Feierstunde ab. Warum nur sie? „Weil sie die erste Frau ist, die dieses Amt erreicht hat“, begründet Willibald J.C. Piesch, der Hamburger Vorsitzende und stellvertretende Bundesvorsitzende der Oberschlesier, diese Geste. In der Kluft eines Steigers, wie sie in den Kohlerevieren Oberschlesiens getragen wurden, sprach er die Grußworte. Neben ihm Helga Bremker von der Landsmanschaft Pommern in einer Tracht ihrer Heimat. Hartmut Klingbeutel, der Vertreter der Ostpreußen, liebt es moderner, hatte ein T-Shirt mit Elch und dem Schriftzug „Mein Herz schlägt für Ostpreußen“ übergestreift. Etwa zehn Personen lauschten Pieschs Worten. Einige Passanten blieben stehen. Die Zeremonie wird sich wiederholen „solange sie Kanzlerin bleibt“, informiert Willibald Piesch.
Dann setzte das „Trio Junge Herzen“, russlanddeutsche Damen mittleren Alters, ein und sang mit Inbrunst: „Wir schenken dir rote Rosen.....“. Mutti, wenigstens ein paar Zugezogene denken auch in Hamburg an dich.
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