Wer lässt Geld sprudeln?

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Traurig sitzen Anwohner auf dem Brunnen Ecke Born-, Rapp- und Heinrich-Barth-Straße. In diesem Sommer sprudelt er nichtFoto: Hanke

1.250 Euro Spende jährlich für Brunnen am Grindel nötig

Von Christian Hanke
Grindel. Der Brunnen sprudelt nicht mehr. In diesem Sommer bleibt das erfrischende Nass auf dem kleinen Platz an der Ecke Heinrich-Barth-Straße / Born- und Rappstraße aus. Obwohl Anwohner, auch Firmen, und die Eigentümergemeinschaft eines anliegenden Doppelhauses unverändert bereit sind, für den Betrieb des Brunnens zu spenden. Auf Anfrage erhielten die Anwohner die Antwort, dass das Bezirksamt Eimsbüttel sich aufgrund der derzeitigen Haushaltssituation nicht mehr in der Lage sieht, den Brunnen, „auch unter Berücksichtigung von privaten Spendengeldern“, zu betreiben. Es müssten 2.500 Euro im Jahr aufgebracht werden. Die Anwohner, die den Brunnenbetrieb seit 2001 unterstützen, sind irritiert und enttäuscht. „Es besteht ein großes Interesse an dem Betrieb des Brunnens. Es ist immer so eine große Freude, wenn der Brunnen sprudelt und die Kinder spielen“, erzählt Anwohner Dietrich Nadjé. Die Anrainer sind sich sicher, dass eine große Summe, wenn nicht sogar die ganzen 2.500 Euro zusammenkommen würden, wenn im Viertel für den Brunnenbetrieb geworben würde. Allein die Hausgemeinschaft Heinrich-Barth-Straße 3 + 5 gab bisher 500 Euro.
Der Brunnen wurde 2001 auf Betreiben der Anwohner und mit kräftiger Unterstützung des WochenBlattes wieder
in Gang gesetzt. Damals beliefen sich die Jahreskosten
auf 7000 DM und wurden von der Gartenbauabteilung im Bezirk Eimsbüttel (heute Abteilung Stadtgrün) verwaltet. Kürzlich wechselte die Zuständigkeit.
Die Instandhaltung und der laufende Betrieb
von Brunnen auf Tiefbauflächen fallen jetzt in das Auf-
gabengebiet der Straßenunterhaltung. Dort ist man jetzt bereit, den Brunnen weiter zu betreiben, wenn mindestens die Hälfte der jährlichen Kosten, also 1250 Euro, von privater Seite aufgebracht wird. Das sollte unter den engagierten Anwohnern doch zu schaffen sein. (ch)
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1 Kommentar
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Magdalene Hanke-Basfeld aus Rotherbaum | 30.07.2013 | 14:08  
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