Wer spendet für Kinderklinik?

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Hoffen auf zahlreiche Spenden: Dr. Rainer Süßenguth (li.) und Eike Deuter vom UKE Foto: Flüß

UKE wirbt mit Plakaten und Ponyreiten für 69,5-Millionen-Euro-Neubau

Eppendorf Ponyreiten in der Notaufnahme und Torwandschießen im OP – diese Kinderwünsche werden auch in der neuen Kinderklinik des UKE, die 2017 eröffnet werden soll, Träume bleiben. Mit einer ungewöhnlichen Plakat-Aktion, die Kinderwünsche vom perfekten Krankenhaus abbildet, möchte das Universitätsklinikum auf das wichtige Neubauprojekt aufmerksam machen – und Hamburger zum
Spenden motivieren. 20 Millionen Euro sollen auf diesem Wege akquiriert werden. Für Dr. Rainer Süßenguth, Kinderarzt und Leiter Fördererbetreuung, geht bereits ein Traum in Erfüllung: „Die Kindermedizin wird in Zukunft interdisziplinär. Das Gebäude ist an dem markanten Standort Martinstraße / Ecke Frickestraße sofort zu finden, es ist alles unter einem Dach“, schwärmt er. „Die jetzige Kinderklinik ist für Eltern in Aufregung kaum zu finden. Auf dem Gelände liegt alles weit verstreut, zum Röntgen müssen die Patienten etwa in ein anderes Gebäude.“ Auch die Aufenthaltsqualität soll insbesondere für schwerkranke Kinder besser werden. In den Zimmern sollen deshalb immer Betten für Eltern bereit stehen, es wird Spielzimmer und Aufenthaltsräume geben sowie Stillzimmer und Mütterküchen. Zum Auftakt der Plakataktion, die hamburgweit auf das „Kinder-UKE“ aufmerksam machen soll, waren Grundschüler der Marie-Beschütz-Schule zum Ponyreiten und Torwandschießen im Eppendorfer Park eingeladen – Freizeitvergnügungen, an denen schwer erkrankte kleine UKE-Patienten nicht teilnehmen konnten. Das neue Kinderklinikum holt deshalb ein Stück Natur ins Krankenhaus: Auf der 10.449 Quadratmeter großen Nutzfläche steht eine 150 Jahre alte, geschützte Hainbuche, um die das Gebäude herum gebaut wird: „Wir haben so konzipiert, dass die Aufenthaltsräume an die Buche angegliedert sind – so, als würden die Kinder im Baum wohnen. Das Gefühl von Sonne, Luft und Waldboden soll sich auch in den Farben und im Material wiederfinden“, verspricht UKE-Projektleiter Eike Deuter. Geplant sind 138 vollstationäre und 14 teilstationäre Behandlungsplätze.
Die Baukosten belaufen sich auf 69,5 Millionen Euro. Der Hamburger Senat investiert 20 Millionen Euro. „Das ist ein Jahrhundert-Bauwerk!“, so Rainer Süßenguth. „Die Spenden helfen uns, die Klinik nach unseren Vorstellungen zu gestalten. Spender können noch ihren Enkelkindern erzählen, dass sie dazu beigetragen haben!“ (flü)
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