Winterhude leidet unter chronischer Parkplatznot

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Nach einstündiger Diskussion im Regionalausschuss: Nachbarn vom Wiesendamm präsentierten ihre umfangreiche Ideensammlung Foto: Haas

Initiative von Anwohnern im Wiesendamm sucht Lösungen

Von Waltraut Haas
Winterhude
Genervt von der täglichen Parkplatzsuche sammeln sie Ideen zur Problemlösung: Eine Initiative von Anwohnern im Wiesendamm sucht Auswege aus der chronischen Parkplatznot in Jarrestadt – und Umgebung. Die Situation hatte sich noch verschärft seit Abschluss einer umstrittenen Baumaßnahme. Wie berichtet wurden kürzlich auf der Südseite des Wiesendamms zwischen Goldbekufer und Saarlandstraße Gehwege neu gestaltet, der Radweg auf die Fahrbahn verlegt, große Findlinge begrenzen seitdem den Gehweg. Dadurch entfielen rund 120 Parkplätze, zuvor hatten die Anwohner in einem „informellen System“ auch in der zweiten Reihe geparkt. Jetzt sollen Parksünder verstärkt geahndet, das Parken auf der grünen Mittelinsel unmöglich gemacht werden, so ein rot-grüner Beschluss der Bezirksversammlung. Seit Juni inspizieren Nachbarn am Wiesendamm ihre Umgebung, sammeln Ideen zur Problemlösung in der Jarrestadt. „Wir haben dem Bezirksamt ein Ideen-Paket vorgelegt, das jetzt geprüft wird“, erklärt Martina Holm von der Anwohner-Initiative. „Viele der Ideen lassen sich kostengünstig umsetzen.“ Anstelle von über 30 ungenutzten Fahrradbügeln oder einer kaum frequentierten Nachtbus-Haltestelle am Wiesendamm ließen sich öffentliche Parklätze schaffen, ebenso auf einem ungenutzten zweiten Lehrer-Parkplatz der Schule Meerweinstraße. Mehr Stellfläche lasse sich überall in der Jarrestadt gewinnen, würden die Autos nur diagonal statt längs der Straße geparkt. Auch könnte jede zweite Wendemöglichkeit zwischen Nord- und Südfahrbahn des Wiesendamms zu Parkplätzen umgestaltet werden. „Wir sammeln weiter Ideen: für eine gute Koexistenz aller Verkehrsteilnehmer. Wir lassen uns nicht gegeneinander ausspielen“, sagt Martina Holm.

Belehrung unerwünscht


Die Initiative brachte ihre Ideen kürzlich in der „aktuellen Viertelstunde“ bei der letzten Sitzung des Regionalausschusses Eppendorf-Winterhude in zahlreichen Beiträgen zu Gehör, von Abgeordneten aller Fraktionen immerhin – mehr oder weniger – verständnisvoll eine Stunde lang diskutiert. „Viele von uns sind beruflich auf ihre Autos angewiesen. Und ich habe keinen Bock, mich hier belehren zu lassen, wie ich zu leben habe“, protestierte eine Lehrerin abschließend unter großem Beifall. Man dürfe konstruktive Vorschläge der Initiative nicht ignorieren, sie gar wie hier als „amüsant“ abzutun, sei „schlicht respektlos“.
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14 Kommentare
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H S aus Winterhude | 30.07.2016 | 10:03  
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Elke Noack aus Rahlstedt | 30.07.2016 | 18:35  
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Elke Noack aus Rahlstedt | 30.07.2016 | 18:48  
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Klaus Sebaldt aus Barmbek | 01.08.2016 | 22:53  
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Klaus H aus Winterhude | 02.08.2016 | 09:37  
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Horst Holl aus Winterhude | 02.08.2016 | 09:59  
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Elke Noack aus Rahlstedt | 02.08.2016 | 12:23  
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Tassilo W. aus Barmbek | 29.08.2016 | 20:35  
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Michael Kahnt aus Barmbek | 12.09.2016 | 10:31  
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Timo Baumann aus Winterhude | 04.10.2016 | 10:55  
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Elke Noack aus Rahlstedt | 04.10.2016 | 14:38  
10
Stephan Robausch aus Winterhude | 08.10.2016 | 18:48  
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Timo Baumann aus Winterhude | 08.10.2016 | 18:52  
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Elke Noack aus Rahlstedt | 09.10.2016 | 16:08  
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