Wo China lebendig wird

Anzeige
Das Chinesische Teehaus „Yu Garden“ ist ein Geschenk der Hamburger Partnerstadt Shanghai. Auch Hochzeiten werden hier gefeiert Fotos: sos

Lange Nacht der Konsulate: Lesung und Brettspiele im Konfuzius-Institut

Rotherbaum Ein traditionelles Teehaus mitten in Hamburg. Mit zwei grimmigen Löwen aus Granit am Eingang und einer fernöstlichen Teich- und Gartenlandschaft. Das ist der „Yu Garden“ beim Völkerkundemuseum in der Feldbrunnenstraße 67, Sitz des Konfuzius-Instituts Hamburg und kultureller Treffpunkt für alle, die mehr über die Kultur und Sprache Chinas lernen wollen.

Am Donnerstag, 26. Mai, öffnet das Institut seine Tore anlässlich der fünften Langen Nacht der Konsulate. Der Eintritt ist kostenlos. Insgesamt 23 Konsulate und vier weitere Kulturinstitute in Hamburg ermöglichen Besuchern in diesem Jahr unter dem Motto „In 240 Minuten um die Welt“ von 18 bis 22 Uhr einen Blick hinter die Kulissen. Im Teehaus nahe der Rothenbaumchaussee geht es an diesem Abend lyrisch zu. Zu Gast ist Zang Di, ein prominenter und vielfach ausgezeichneter Lyriker aus Peking, in Europa allerdings fast unbekannt. Die Hansestadt besucht er zum ersten Mal. „Er ist einer der wenigen bekannten Dichter Chinas. Und wenn man die Kultur des Landes verstehen will, ist Literatur ein guter Weg“, erklärt Dr. Carsten Krause, Direktor des Konfuzius-Instituts. Insgesamt 16 Konfuzius-Institute fördern in Deutschland den deutsch-chinesischen Kulturaustausch.

Handelsbeziehungen nach Fernost und ein starker Wissenschafts-, Bildungs- und Kulturaustausch prägen die langjährigen Beziehungen der Hansestadt nach Fernost. Nicht umsonst heißt Hamburg auf Chinesisch „Hanbao“, was so viel bedeutet wie „Burg der Chinesen“. Die Beziehungen zu China sind vielfältig – auch kulturell. „Wer sich auf die Suche macht, findet in Hamburg zahlreiche Vorträge und interessante Museumsbestände. Die Sinologie an der Universität Hamburg ist zudem die älteste in Deutschland“, betont Krause. Anders als zum Beispiel in Paris oder London gebe es in Hamburg zwar keine China-Towns, dafür aber dient das Konfuzius-Institut als Treffpunkt und Kommunikationsplattform für Chinesen und Deutsche.

Zudem feiert Hamburg in diesem Jahr 30-jährige Städtepartnerschaft mit Shanghai. „Aus dieser Partnerschaft ist viel erwachsen“, betont Krause. Besonders lobenswert sei das Schüleraustausch-Programm, das seit 1987 stattfindet. Symbolträchtige Straßen wie die Shanghaiallee oder die Shanghai-Brücke in der HafenCity unterstreichen die freundschaftlichen Beziehungen der beiden Hafenstädte. Ebenso wie das Teehaus „Yu Garden“. 2008 wurde es nach dem architektonischen Vorbild des Shanghaier Hu Xin Ting-Teehauses errichtet und dient dem Konfuzius-Institut als Heimat. (sos)

Weitere Infos zum Programm der Langen Nacht der Konsulate im Konfuzius-Institut unter lange-nacht-der-konsulate oder Telefon 42 83 87 978
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige