Wohnen im Krankenhaus

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Das Gebäude des ehemaligen, 1893 eröffneten Krankenhauses Bethanien an der Martinistraße wird in geförderte Wohnungen umgebaut. Fotos: Hanke

MartiniErLeben erhält „Go“ für Mehrgerationenkonzept

Von Dr. Christian Hanke
Eppendorf. Jubel in der Martinistraße: Das Konzept der Initiative MartiniErLeben für das seit knapp zwei Jahren leer stehende Gebäude des Krankenhauses Bethanien hat die Stadt Hamburg akzeptiert. Das einstige Klinikum wird für sozial geförderte Wohnungen mit Schwerpunkt auf generationenübergreifenden Wohnen umgebat. MartiniErLeben hatte sich seit Bekanntwerden des Umzugs von Bethanien nach Eimsbüttel und der Tatsache, dass für das ehemalige Krankenhausgelände und Umgebung ein neuer Berbauungsplan aufgestellt werden sollte, intensiv mit der Zukunft des ganzen dortigen Abschnitts der Martinistraße zwischen Fricke- und Tarpenbekstraße beschäftigt.
Die in MartiniErLeben vertretenen Insitutionen, das Kulturhaus Eppendorf, die Kirchengemeinde St. Martinus, die Hamburgische Brücke, das Stadtteilarchiv Eppendorf, die Kindertagesstätte Schedestraße, das Diakoniewerk - Schwesternheim Bethanien und der Bauverein der Elbgemeinden, hatten sich in den letzten Jahren dafür eingesetzt, dass Bethanien nicht in frei vermietbaren Wohnraum umgebaut wird und dass somit das „Sozialviertel“ in der Martinistraße, geprägt durch Kulturhaus, Kirchengemeinde, Kindergarten und viele Wohnstifte, nicht verändert wird.
Die Stadt Hamburg hat das rund 10.000 Quadratmeter große Gelände nun an den Bauverein der Elbgemeinde verkauft, der hinter dem Bethanien-Gelände bereits familiengerechte Wohnungen erbaut hat. 90 Genossenschaftswohnungen werden in den nächsten Jahren in dem früheren Krankenhaus entstehen. Eine Baugemeinschaft und eine Wohnpflegegemeinschaft werden einziehen. Auf rund 1000 Quadratmetern soll außerdem ein Zentrum für Soziales und Kultur eingerichtet werden, in das das nahe gelegene Kulturhaus und das Stadtteilarchiv Eppendorf mit integriert werden. Auch das Quartiersbüro von MartiniErLeben und eine Beratungsstelle mit Tagespflege der Hamburgischen Brücke sind vorgesehen.
Dabei wird nur ein Gebäude im Hinterhof des früheren Krankenhauses abgerissen. „Für Eppendorf ist das eine kleine Revolution, sind doch in den letzten Jahren gerade hier ausschließlich Eigentumswohnungen gebaut worden, die sich Menschen mit kleinen und mittlerem Einkommen nicht leisten können“, freut sich Klaus Kolb von MartiniErLeben und Kulturhaus Eppendorf. Es wird nun ein Städtebaulicher Wettbewerb für dern Umbau durchgeführt, der im Frühjahr 2013 beginnen wird.
Der Bauverein der Elbgemeinden hofft, dass bis Ende 2015 alle Planungen und vorbereitenden Maßnahmen abegschlossen sein werden. (ch)
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