Ziel: Top 100 der Weltrangliste

Anzeige

Carina Witthöft (18) startet nach dem Abitur ihre Tennisprofi-Karriere

Hamburg. Carina Witthöft ist auf Tuchfühlung mit den ganz Großen ihres Sports. Die Tennis-Spitzenspielerin des „Der Club an der Alster“ hat in diesem Jahr 17 WTA-Turniere bestritten, ist nun angekommen im internationalen Tenniszirkus. Bisheriger Höhepunkt: das Erreichen der ersten Hauptrunde beim legendären Grand-Slam-Turnier in Wimbledon. Im nächsten Jahr werden es noch mehr Turniere, denn 2013 hat sie Abitur gemacht. Allerdings war sie dann auch einige Zeit verletzt.

„Es macht Spaß. Ich kann mir im Moment nichts anderes vorstellen. Ich habe die große Chance, etwas zu erleben, wovon ich geträumt habe.“ Carina Witthöft

Tennis - das ist Carinas Leben. Turniere in der ganze Welt spielen, in den verschiedensten Ländern, weiterkommen. „Es macht Spaß. Ich kann mir im Moment nichts anderes vorstellen. Ich habe die große Chance, etwas zu erleben, wovon ich geträumt habe“, erzählt die 18-jährige ganz entspannt mit einem zauberhaften Lächeln auf der väterlichen Tennisanlage. Hier trainiert sie, wenn sie in Hamburg ist. Carina Witthöft ist mit Tennis aufgewachsen. Ihr Vater betreibt zwei Tennisanlagen. Der Großvater gründete das Unternehmen.

Mit 14 war sie Hamburger Tennismeisterin

„Schon als Kind habe ich mit gelben Filzbällen gespielt. Tennis spielen hat mir immer Spaß gemacht. So langsam ist dann alles professioneller geworden“, erzählt Carina Witthöft. Weil sie immer besser wurde. Mit 14 Jahren war sie die jüngste Hamburger Tennismeisterin aller Zeiten. Da wurde der Plan, Tennis-Profi zu werden für sie konkret. „Den Traum hatte ich immer, aber meine Eltern haben mich nicht gedrängt. Sie wollten, dass ich ein normales Leben führe“, erzählt Hamburgs beste Tennisspielerin. Gleichwohl unterstützen die Eltern die Karriere der Tochter. Die Mutter trainierte sie und begleitete sie auf den Turnieren. Nun wachen der neue schwedische Trainer Johan Hurtigh und zunehmend auch Barbara Rittner, Kapitän des deutschen Fed-Cup-Teams, über das Talent. Carina Witthöft zählt zum Junior Team für den internationalen Tennis-Damen-Mannschaftswettbewerb.
Trotz der vielen Reisen möchte Carina Witthöft weiterhin Punktspiele für den Club an der Alster bestreiten. „Der Verein hat mir viel gegeben“, lobt sie ihre sportliche Heimat in Harvestehude. In der letzten Runde der 2. Bundesliga im Frühjahr bestritt sie immerhin fünf der sechs Begegnungen für Alster, gewann vier Einzel und vier Doppel.
Dann ging´s gleich nach Wimbledon, wo Carina Witthöft drei Qualifikationsmatches gewann und erst im ersten Spiel des Hauptfeldes an der routinierten Japanerin Kimiko Date-Krumm scheiterte. Zum Stadtbummel durch London blieb wieder keine Zeit, wie
in den meisten Städten, in denen Carina Witthöft nun Tennis spielt. „Nach den Spielen ist man ziemlich kaputt, muss sich auf das nächste Match vorbereiten. Da ruht man sich lieber aus als noch etwas zu unternehmen“, erzählt die Spitzenspielerin. Nur in New York hat sie eine Ausnahme gemacht. Spielt sie lieber gegen schwächere oder stärkere Gegnerinnen? „Gegen stärkere. Da kann man frei aufspielen“, antwortet Carina Witthöft prompt.

Saisonbeginn in Australien

Jetzt nach dem Ende der Haupt-Damen-Tennissaison bleibt endlich ´mal etwas Zeit in Hamburg. Ab 16 Uhr nach dem Training hat sie Freizeit, geht shoppen, ins Kino oder mal auf den Dom. Doch die nächsten Turniere warten schon. Zwei kleinere noch in diesem Jahr, und Neujahr geht´s zum Saisonbeginn nach Australien. Mit dem Trainer und der Familie hat sie bereits einen Turnierplan zusammgestellt, der sie fordert, aber nicht unter Druck setzt, mal kleinere, mal größere Turniere. In zwei, drei Jahren möchte Carina Witthöft unter den ersten Hundert der Weltrangliste stehen. Derzeit ist es Platz 210. Wir drücken die Daumen. (ch)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige