Zu viel Spuren vom Sand

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Es sprießt spärlich auf der Fläche, auf der das Beachvolleyball-Turnier stattfand

SPD sauer nach Beachvolleyball-Turnier auf der Moorweide

Von Christian Hanke
Hamburg. „Nie wieder“ soll es ein Beachvolleyballturnier auf der Moorweide geben, geht es nach Anne Schum, der Vorsitzenden der SPD-Fraktion im Bezirk Eimsbüttel. Sie wird richtig wütend, wenn sie an das Großereignis denkt, das Mitte Mai auf der Grünfläche am Dammtor stattfand. Denn das Areal wurde arg ramponiert.

Drei Tage lang wurde bei der Beach Tour 2015 auf der Moorweide auf höchstem Niveau gepritscht und gebaggert. Nur langsam sprießt jetzt zartes Grün auf der großen Fläche, auf der das Beachvolleyballturnier veranstaltet wurde. Neben dem Hauptspielfeld mit drei Tribünen waren drei weitere Volleyballfelder sowie eine Reihe von Zelten und Buden aufgebaut worden. Rund 19.000 Zuschauer besuchten das Turnier. Danach dauerte es einige Wochen, bis der Sand abtransportiert wurde und Rasen wieder angesät werden konnte. „Das dauert seine Zeit. Firmen können nicht immer sofort kommen. Die Polizei muss alles absperren“, erläutert Helge Ponick vom Kommunikationsmanagement Comtent, das die Beach Tour 2015 vermarktet. „Das ist nicht so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt haben. Der Sand sollte öffentlichen Sandkisten zur Verfügung gestellt werden“, erzählt Anne Schum. Das verblüfft Helge Ponick sehr. „Davon habe ich noch nie etwas gehört. Der Sand wurde der Stadt zum Kauf angeboten. Sie hat abgelehnt. Daraufhin haben wir ihn größtenteils so verkauft, dass er wieder für Beachvolleyball verwendet wird. Ein Teil, der zum Vertikutieren vorgesehen war, landete auf dem Kompost, da es zum Vertikutieren zu viel war“, erzählt Ponick.
„Wir haben uns mit der Entscheidung, das Beachvolleyballturnier auf der Moorweide zu veranstalten, sehr schwer getan“, erzählt Anne Schum. Kerngebietsausschuss und Bezirksversammlung Eimsbüttel stimmten schließlich für eine Sondergenehmigung, obwohl die Moorweide bislang sehr selten für Veranstaltungen freigegeben wurde. Die Grünfläche dient in erster Linie, so betonen das Bezirksamt Eimsbüttel und Kommunalpolitiker gern, den Freizeitbedürfnissen der Bevölkerung. „Wir haben Alternativflächen angeboten, aber schließlich zugestimmt, um die Sportstadt Hamburg zu fördern. Der HSV spielte ja gerade so schlecht“, berichtete Anne Schum. Auch die CDU sagte ja - mit Olympia im Herzen. (ch)
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