Zwischendurch

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Holperstrecke am Warnckesweg, Ecke Frustbergstraße Foto: Haas

Entschleunigung durch Schlagloch

Groß Borstel An der Stavenhagenstraße zur Ecke Niendorfer Weg rumpelt es, wenn Autofahrer in der Kurve nicht ausweichen oder abbremsen, um ihre Stoßdämpfer zu schonen. Denn hier befinden sich zwei tiefe Schlaglöcher auf der Fahrspur in Richtung Groß Bosteler Chaussee. Seltsam, nur ein etwa zehn Meter messender Abschnitt der Straße ist hier in die Jahre gekommen: Bei der Instandsetzung etwa vergessen? Ging für die zehn Meter das Geld aus? Oder der Asphalt?
Ähnlich tief und etwas länger sind die Löcher um die Ecke am Warnckesweg, Ecke Frustbergstraße. Hier sind auch Radfahrer und Fußgänger beim Queren der Fahrbahn betroffen, wenn sie nicht im Slalom ausweichen oder ihr Tempo den widrigen Verhältnissen anpassen. Denn diese – schon vor Jahren in den strengen Wintern entstandenen – Löcher bleiben uns erhalten. So will es, wie kürzlich berichtet, ein Beschluss der Bezirkspolitiker: Denn zugunsten der Förderung des Radverkehrs im Bezirk Hamburg-Nord sollen ab 2015 jährlich für alle Folgehaushalte 200.000 Euro aus dem Posten „Grundinstandsetzung von Straßen“ in den Posten „Neu-, Um- und Ausbau sowie Grundinstandsetzung von Verkehrswegen zur Förderung des Fuß- und Radverkehrs“ umgeschichtet werden, die finanziell vernachlässigt worden seien, begründeten SPD und Grüne.
Also heißt es hier wohl wie überall auf Hamburgs Seitenstraßen: Einfach umdenken und entschleunigen. Denn Nichtstun hat auch eine gute Seite. Immerhin wird so eingespart, was sonst wieder Kosten verursacht, wenn Tempo-Limits eingeführt oder Fahrbahnschwellen und Poller zur Verkehrsberuhigung eingebaut werden müssten. Sollen Andersdenkende doch Beschwerden führen, etwa beim neuen „Melde-Michel“: www.hamburg.de/melde-michel. Waltraut Haas
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