Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen: Flexibles Flimmern und die Hamburger Zonta-Clubs laden vom 23. bis 25. November ein zu Spenden-Kinoabenden ins UKE

Wann? 23.11.2015 19:00 Uhr

Wo? UKE Hamburg, Martinistraße 53, 20251 Hamburg DE
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Hamburg: UKE Hamburg | Anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am 25. November 2015 lädt das Flexible Flimmern in Kooperation mit den fünf Hamburger Zonta Clubs in einen Saal des Universitätsklinikums Eppendorf ein – das UKE ist eine Anlaufstelle von Gewaltopfern.

Vom 23. bis 25. November 2015 wird an drei Abenden der Film „Die Frau des Polizisten“ gezeigt, der auf der 70. Venedig Biennale den Spezial Preis der Jury erhalten hat. Die Schauspielerin Alexandra Finder wurde als beste Darstellerin des Europäischen Filmfestivals von Sevilla 2014 ausgezeichnet.
Einlass ist um 19 Uhr, die Begrüßung und Einführung in das Thema startet um 19.45 Uhr. 2 Euro der Eintrittskarte (12 Euro) fließen direkt in die Finanzierung von Therapie-Reitstunden für oft stark traumatisierte Kinder, die gemeinsam mit ihren Müttern in den Autonomen Hamburger Frauenhäusern Schutz suchen.


Reservierungen bitte vorab per Email an: reservierungen@flexiblesflimmern.de.

In Hamburg flüchten jährlich ca. 700 Frauen mit 500 Kindern vor den Misshandlungen ihrer Ehemänner, Freunde oder Lebenspartner in ein Frauenhaus.

Ferner fordern die 5 Hamburger Zonta Clubs in diesem Rahmen dazu auf, die „Istanbul Convention“, das Übereinkommen des Europarates zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt noch in dieser Legislaturperiode in Gänze zu ratifizieren. Vom 25. November bis zum 10. Dezember sammeln die deutschen Zonta Clubs hierfür bundesweit Unterschriften. Nicht nur an allen drei Filmabenden sondern auch am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen (25. November) informieren die fünf Hamburger Zonta-Clubs von 11:30 Uhr bis 15:30 Uhr mitten in der Hamburger Innenstadt (Mönkebergstraße/Ausgang Europa-Passage) über die "Istanbul Convention" und sammeln dort Unterschriften für die Petition "Zonta sagt Nein zu Gewalt gegen Frauen. Ja zur Istanbul Convention"!. Die im Rahmen der Kampagne „Zonta says NO“ gesammelten Unterschriften werden nach Abschluss der Aktion an die Bundesregierung übergeben.

Weltweit erfahren 35 Prozent aller Frau Gewalt. So die Statistik der WHO aus dem Jahr 2013. Das heißt: Im Durchschnitt wird jede dritte Frau Opfer einer Gewalttat, einer Vergewaltigung oder eines Angriffs. Jedes Opfer ist eines zu viel. Mit der „Istanbul Convention“ ist das weltweit erste rechtlich bindende Instrument geschaffen, das einen umfassenden Rahmen bildet zur Prävention und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen, zum Schutz der Opfer und zur Strafverfolgung. Mit der Ratifizierung verpflichtet sich die Bundesrepublik, Gewalt gegen Frauen als eine Menschenrechtsverletzung und eine Form der Diskriminierung zu definieren, ächten und zu verhindern; jede Form von Diskriminierung von Frauen zu verurteilen und unverzüglich die erforderlichen gesetzgeberischen und sonstige Maßnahmen zu ihrer Verhütung zu ergreifen. Das beinhaltet auch einen eigenständigen Aufenthaltsstatus von Frauen in Deutschland und Schutz für Frauen und Mädchen, die in ihren Heimatländern unter geschlechtsspezifischer Gewalt leiden und dort keinen bekommen.

„Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist weder ein neues Phänomen, noch sind es seine Folgen zur physischen-, mentalen- und Fortpflanzungs-Gesundheit der Frauen“, sagt die Zonta International Präsidentin Maria Jose Landeira Oestergaard. „Was neu ist, ist die zunehmende Einsicht, dass die Gewalttaten gegen Frauen keine Einzelfälle sind, sondern ein Verhaltensmuster bilden, das die Rechte der Frauen und Mädchen verletzt, ihre Teilnahme in der Gesellschaft beeinträchtigt, ihre Gesundheit und ihr Wohlergehen verletzt.“

Bereits im dritten Jahr gibt es „Zonta says NO“ (www.zontasaysno.com). Ziel der Kampagne ist es seit dem 25. November 2013 zu zeigen, dass Zonta nicht weg schaut, sondern Nein sagt zu Gewalt gegen Frauen.

Seit mehr als 15 Jahren hat Zonta International in mehr als 33 Ländern insgesamt 43 Service-
Projekte gefördert, die Gewalt an Frauen und Mädchen verhindern sollen oder deren gesundheitliche
Folgen lindern. Insgesamt hat Zonta International dabei mehr als 3,5 Millionen US-Dollar bereitgestellt.

Die Zonta Clubs in Deutschland setzen sich auf vielfältige Art dafür ein, dass die Voraussetzungen für ein gewaltfreies Miteinander von Frauen und Männern geschaffen werden. In der Union deutscher Zonta Clubs sind 128 Clubs mit rund 4.600 Mitgliedern zusammengeschlossen (www.zonta-union.de).
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