Muttertag - Kommerz oder Liebe?

Wann? 13.05.2012

Wo? Eppendorfer Baum, Eppendorfer Baum, 20249 Hamburg DE
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Hamburg: Eppendorfer Baum | Der "Muttertag" naht - was bedeutet das?

Die Methodistin Anna Marie Jarvis veranstaltete in Grafton/USA am 12. Mai 1907, nach dem 2. Todestag ihrer Mutter, ein "Memorial Mothers Day Meeting". Als Ausdruck ihrer Liebe zu ihrer verstorbenen Mutter ließ sie 500 weiße Nelken vor der örtlichen Kirche an andere Mütter austeilen, und aufgrund ihrer vielfältigen Bemühungen für die Einführung eines offiziellen Feiertags zu Ehren der Mütter wurde der Muttertag in den USA 1914 zum ersten Mal als nationaler Feiertag begangen.

In Deutschland gibt es den "Muttertag" seit 1923.
In der Nazi-Zeit wurden Mütter, die viele Kinder bekamen, als "Heldinnen des Volkes" gefeiert, da sie dazu beitrugen, den "arischen Nachwuchs" zu fördern.

Bereits Maria Reeves Jarvis, die Mutter von Anna Marie, wollte sich mit anderen Frauen austauschen, u.a. darüber, daß die Söhne nicht mehr den Kriegen geopfert wurden.
Wie auf der Inschrift an der Skulptur der schwangeren Frau mit Kind zu lesen ist, verlangte auch der am 20. Mai 1921 in Hamburg geborene (1947 verstorbene) Schriftsteller (und verhinderte Schauspieler) Wolfgang Borchert: "sagt nein, Mütter, sagt nein!"

In mehreren Ländern gibt es statt eines Muttertags, der dort an anderen Tagen als in Deutschland stattfindet, u.a. eine Feier zum Internationalen Frauentag oder auch einen "Elterntag".

Für die Wirtschaft hat der Muttertag inzwischen eine große ökonomische Bedeutung - die Kommerzialisierung dieses Tages hat auch schon die Begründerin Anna Marie Jarvis kritisiert.

Was empfindet jede/r einzelne von uns bei dem Wort "Muttertag"?

Sind wir selber Mütter - wenn ja, sind wir Mütter, die ihre Kinder lieben?
Was ist mit den Müttern, die ihre Kinder verstoßen, im schlimmsten Fall sogar töten?
Sind wir Töchter, Söhne, die ihre Mütter lieben, ihr mehr als 1 x im Jahr Aufmerksamkeit, Wertschätzung, Dankbarkeit, Liebe entgegenbringen?
Was ist mit den vielen alten Müttern, die oftmals krank und alleine in ihren Wohnungen oder im Altenheim leben? Freuen die sich wirklich, wenn sie von ihren Kindern 1 x im Jahr Blumen oder Geschenke bekommen?

Muttertag - ein Tag zum Nachdenken?
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3 Kommentare
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Katja H. Renfert aus Rotherbaum | 09.05.2012 | 13:24  
6
Haninga Thiel aus Eppendorf | 09.05.2012 | 17:04  
159
Vera plinz aus Norderstedt | 09.05.2012 | 18:08  
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