Von Frauen für Frauen

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Brigitte Behrendt, Anja Raabe und Ulla Szymczak (v. l.) gehören zum fünfköpfigen BIFF-Team Foto: Haas

Auf Wunsch anonym bleiben: BIFF berät bei Themen von A bis Z

Von Waltraut Haas

WINTERHUDE. Hier finden Frauen ein offenes Ohr für sämtliche Anliegen. Regelmäßig tagen Conny, Martina und Elke im Frauencafé, bieten den offenen Treff der Beratungs- und Informationsstelle von Frauen für Frauen Winterhude (BIFF) an.

„Wir sind per Du. Hier treffe ich immer nette Leute“, sagt Conny, die sich gerne über alle möglichen Themen austauscht. „Das hat mir auch sehr geholfen, als ich dringend seelische Unterstützung brauchte.“ Martina profitierte ebenfalls von den Erfahrungen anderer Frauen. Besonders bei rechtlichen Fragen wurde sie hier maßgeblich unterstützt. Elke kommt schon seit zehn Jahren. „Inzwischen gehöre ich fast schon zum Inventar.“ Sie hört erst mal zu, wenn nötig, gibt sie Ratschläge. „Hier kann ich mir ganz einfach was von der Seele reden.“

Brigitte Behrendt sitzt mit in der Runde. „Ich bin ein Urgestein“, stellt sie sich vor. Als Gründungsmitlied startete sie 1979 bei BIFF. In der Hochphase der Frauenbewegung wollte sie die Emanzipation vorantreiben. Mit der anonymen Beratung für Frauen begann die Arbeit im Goldbekhaus, wohin BIFF über andere Adressen – einem Ladenlokal in Barmbek und einem Büro am Mühlenkamp – vor 16 Jahren wieder zurückkehrte. Seit 1987 werde der Verein von der Sozialbehörde unterstützt, zwei Stellen wurden bewilligt, die sich vier Frauen teilen können. „Damit wurde unsere Arbeit offiziell anerkannt“, freut sich Ulla Szymczak, auch sie engagiert sich seit Jahrzehnten im BIFF-Team, in dem abwechselnd eine Praktikantin mitarbeitet.

Seit kurzem ist Anja Raabe dabei und lernt das gesamte Spektrum der Beratung und Unterstützung kennen. Sie lobt ihren „exzellenten Beistand“ und werde aus der Praxis viel mitnehmen für ihr Studium. Das offene Frauencafé gefällt ihr gut, ebenso die drei Termine montags, mittwochs und freitags für anonyme und vertrauliche Beratungen. Auch an einer der einer Info-Veranstaltung nimmt sie gerade teil. „Frauen aus ganz Hamburg kommen zu uns“, weiß die Praktikantin. Versierte Fachkräfte unterstützen die Arbeit der Sozialpädagoginnen: Juristinnen mit Schwerpunkt Familienrecht etwa oder praktische Ärztinnen. „Zudem sind wir vernetzt mit den Einrichtungen aus dem Stadtteil, die bei kniffligen Fällen weiterhelfen“, ergänzen Brigitte und Ulla.

Das Frauencafé mit offenem Treff im Goldbekhaus, Moorfuhrtweg 9, ist immer montags von 14.30 bis 16.30 Uhr.
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