Auf Enkeltrick hereingefallen

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Ein 90-Jähriger fällt auf Enkeltrick herein Symbolfoto: wb

90-Jähriger aus Winterhude schöpfte keinen Verdacht

Winterhude/Groß Borstel Immer wieder werden ältere Menschen Opfers des so genannten Enkeltricks. Diese Erfahrung musste kürzlich ein Rentner aus Winterhude machen, bei dem gegen 15 Uhr das Telefon klingelte und sich am anderen Ende der Leitung ein Mann mit dem richtigen Namen seines Sohnes meldete. Der 90-Jährige schöpfte keinen Verdacht. Als der Ganove sagte, er benötige dringend 30.000 Euro für der Kauf eines Autos, und zwar schon heute, da er einen Tag später 500 Euro mehr bezahlen müsse, entgegnete der Senior, dass er doch bekanntermaßen nicht gut zu Fuß sei und deshalb kein Geld von der Bank holen könne. Nur einen Bruchteil der gewünschten Summe habe er in bar zu Hause. Der Betrüger war damit zufrieden und bat, die Summe in eine Plastiktüte zu stecken und einer Mitarbeiterin des Autohauses zu übergeben, die schon ganz in der Nähe sei und gleich kommen würde. Dann gab der Ganove den Telefonhörer einem anderen Mann, angeblich dem Autoverkäufer, der bestätigte, dass alles seine Richtigkeit habe. Kurz darauf erschien die ankündigte Frau, die als etwa 25 Jahre alte Südeuropäerin mit langen schwarzen Haaren beschrieben wird, und nahm das Geld entgegen. Es dauerte nicht lange, bis der Winterhuder bei einem Gespräch mit seinem richtigen Sohn erfuhr, dass er auf üble Betrüger hereingefallen war. Einen versuchten weiteren Enkeltrick meldet die Polizei aus
Groß Borstel. Betroffen war eine 89-jährige Frau, die von einer Unbekannten angerufen wurde. Durch geschicktes Fragen gelang es dieser, etwas über die Familienverhältnisse der alten Dame herauszubekommen und sich schließlich als Freundin ihres Enkels auszugeben. Dann bat sie um 40.000 Euro zur Anzahlung einer Eigentumswohnung. Die Rentnerin meinte, dass sie nicht so viel Geld auf dem Konto habe, worauf ihre Gesprächspartnerin nach Goldschmuck fragte. Als auch das verneinte wurde, sagte die Anruferin, dass sie abends vorbei käme, um über den Wohnungskauf zu sprechen – was nicht geschah. (th)
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