Eppendorf: Ehefrau fast getötet

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Hamburg-Eppendorf: Vor dem Hamburger Landgericht muss sich Sharif A. wegen versuchten Mordes verantworten Symbolfoto: thinkstock

Lebensgefährliche Attacke mit dem Fleischermesser wegen Eifersucht: Mann steht vor Gericht

Eppendorf Das Leben einer jungen Mutter aus Afghanistan konnte nur im UKE gerettet werden. Zuvor hatte ihr Ehemann versucht, sie mit einem Fleischermesser zu töten. Und das, während die kleine Tochter des Ehepaars im UKE im Koma lag. Das Kind leidet an einer schweren Lebererkrankung. Das Familiendrama ereignete sich am 1. Februar an der Robert-Koch-Straße. Das Ehepaar, Sharif A. (31) und Arezoo A. (28), das in einer Flüchtlingsunterkunft in Thüringen wohnt, lebte dort schon getrennt.

Kontaktverbot

Gegen ihren Ehemann hatte Arezoo A. bereits ein Kontaktverbot erwirkt. Er durfte sich ihr eigentlich nicht nähern. Im Januar war Arezoo A. nach Hamburg gereist. Eine Unterkunft fand sie im „Ronald McDonald Haus“ – eine Einrichtung, die Eltern von schwerkranken Kindern hilft. Doch auch Sharif A. war nach Hamburg gekommen. Der ehemalige Lehrer ist psychisch krank. Gegen 21.30 Uhr besuchte Sharif A. seine Frau auf ihrem Zimmer. In seiner Kleidung hatte er das Messer versteckt. Er drückte seine Frau auf das Bett und stieß ihr das Messer in den Rücken. Danach fügte er ihr noch einen tiefen Schnitt am Hals zu und drohte, ihr den Kopf abzutrennen. Vor dem Hamburger Landgericht muss er sich jetzt wegen versuchten Mordes verantworten. Vor Gericht erklärte der Angeklagte: „Ich wollte sie nicht töten. Sie sollte nur Angst bekommen!“ (je)
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1 Kommentar
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Elke Noack aus Rahlstedt | 30.07.2017 | 18:52  
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