Wirt kaufte Dochte und Lampenöl

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Gastwirt Sayed Ali H. steht wegen schwerer Brandstiftung und versuchten Betruges vor Gericht Symbolfoto: thinkstock

Feuer in der „Dada Bar“: Anklage wegen Brandstiftung und Betrug

Winterhude Wegen besonders schwerer Brandstiftung und versuchten Betruges muss sich Gastwirt Sayed Ali H. (31) vor dem Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, in der Nacht zum 4. November 2013 ein Feuer in der „Dada Bistro Bar“ in der Hudtwalkerstraße 28 gelegt zu haben. Der Brand wurde von der Feuerwehr schnell gelöscht, die Bar aber war verwüstet.
Deshalb verlangte der Gastwirt von seiner Versicherung eine Entschädigung über 133.140 Euro für den Verdienstausfall und die entstandenen Schäden in der Gaststätte. Aufgrund des Verdachtes gegen den Angeklagten hat die Gothaer Versicherung diese Summe bisher aber nicht ausgezahlt. Das Feuer im Innern der Gaststätte war gegen 1.40 Uhr bemerkt worden. Die Polizei verständigte sofort den Besitzer. Sayed Ali H. erschien gegen 3.15 Uhr in der Hudtwalkerstraße. Einem Polizeibeamten erklärte er, dass er viel Ärger mit den Nachbarn gehabt habe. Sie hätten sich häufig wegen Ruhestörung beschwert.

Gastwirt: keine Aussage


Der Verdacht der Brandstiftung fiel aber nicht auf die Nachbarn, sondern auf den Gastwirt. Die Kriminalbeamten fanden bei ihm einen Einkaufszettel aus einem Großmarkt. Dort hatte der Gastwirt wenige Tage vor dem Brand für rund 100 Euro Lampenöl, Dochte und Einweghandschuhe gekauft. Sehr verdächtig für die Polizei war die Tatsache, dass es in der Bar keine Lampen gab, für die man das gekaufte Lampenöl und die Dochte hätte verwenden können.Vor Gericht will der Angeklagte keine Aussage machen. Der Prozess wird mit einer umfangreichen Beweisaufnahme fortgesetzt. Das Urteil wird vermutlich erst im März gesprochen. (je)
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