Wirtin soll Billig-Bier ausgeschenkt haben

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Billig-Pils statt Markenbier: Gastwirtin einer Bierkneipe an der Tarpenbekstraße steht vor Gericht Symbolfoto: thinkstock

Pils-Betrug an der Tarpenbekstraße landet vor Gericht

Eppendorf Hat sie statt „Ratsherren Pils“ die preiswerteren Biersorten „Felsgold“ und „Elbperle“ ausgeschenkt und dadurch kräftig abkassiert? Eine Frage, die das Amtsgericht Mitte jetzt klären muss. Der Betrug wird Lilo S. (54), Gastwirtin einer Bierkneipe an der Tarpenbekstraße, von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen. Rund 10.000 Euro soll die Wirtin damit verdient haben, dass sie
44 Fässer der günstigeren Sorten als „Pils“ verkaufte. Meist waren es 50-Liter-Bierfässer, die sie beim Großhandel bestellte: 50 Liter „Elbperle“ zu 59,99 Euro, oder 50 Liter „Felsgold“ zu 55 Euro. Aufgefallen war sie bei einer Lebensmittelkontrolle im April 2014. Wegen „Verstoß gegen das Lebensmittel- und Futtermittelgesetz“ wurde ihr deshalb ein Strafbefehl über eine Gesamtgeldstrafe von 3.600 Euro (120 Tagessätzen zu je 30 Euro) ins Haus geschickt. Hätte sie bezahlt, wäre die Sache vom Tisch. Doch die Gastwirtin wehrt sich. Sie hält sich für unschuldig und will die Strafe nicht bezahlen. Deswegen muss sich jetzt das Amtsgericht Mitte mit dem Fall befassen.

Wirtin: „Bin unschuldig“


„Alle meine Gäste wussten immer genau, welches Bier sie bei mir getrunken haben“, ließ Lilo S. beim ersten Termin vor Gericht von ihrem Rechtsanwalt erklären. Die Fässer im Keller wurden öfter mal gewechselt, heißt es in der Erklärung, weil die Kühlung nicht immer ausreichte. Aber alle Mitarbeiter am Tresen seien angewiesen gewesen, die Gäste genau zu informieren, welches Bier gerade im Ausschank war. Zum kommenden Termin am 8. August sollen nun auch Gäste der Bierstube als Zeugen befragt werden. (je)
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