Alster-Ruderverein Hanseat auf Erfolgskurs

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Paul Gralla und Marie Zürcher präsentieren stolz ihre Medaillen Foto: Thomas Hoyer

Nachwuchs-Stars Marie Zürcher und Paul Gralla holen Medaillen für Winterhuder Verein

Von Thomas Hoyer
Winterhude
Der Nachwuchs des ARV Hanseat rudert weiter auf der Erfolgswelle. Nach den großen Erfolgen von Alexander Vollmer und Friedrich Dunkel, die 2014 und 2015 auf Junioren-Weltmeisterschaften als Mitglieder des deutschen Achters drei Medaillen erkämpften, gab es jetzt noch einmal eine Steigerung: Paul Gralla wurde in Rotterdam im Achter A-Junioren-Weltmeister, während Marie Zürcher in derselben Bootsklasse Silber gewann. Unglaublich spannend verlief das Rennen von Paul Gralla, der schon als Kind vom Rudersport begeistert war, 2009 dem Alster-Ruderverein „Hanseat“ beitrat und 2014 als B-Junior mit drei ersten Plätzen bei den Deutschen Meisterschaften (Zweier ohne Steuermann/Achter) und beim Baltic-Cup (Vierer o. Stm.) den Durchbruch in der nationalen Spitze schaffte. Im Endspurt besiegten der 17-jährige Winterhuder und seine Mitstreiter, zu denen mit Niklas Hauser (Der Hamburger und Germania Ruderclub) und Alexander von Schwerdtner (Favorite Hammonia) zwei weitere junge Hamburger gehörten, die USA mit nur drei Hundertsteln Vorsprung – sprich mit einem Zielfotoentscheid.

„Krebs“ verhindert Gold


Als Favorit gestartet war der Deutsche Juniorinnen-Achter mit Marie Zürcher, die 2012 von ARV-Trainer Nils Meyer bei einem Talentbewerb am Margaretha-Rothe-Gymnasium entdeckt worden war und mittlerweile die 12. Klasse der Elite Schule des Sports am Alten Teichweg besucht. Noch auf Goldkurs liegend, „fing sich“ eine ihrer Mannschaftskameradinnen bei starkem Wellengang 500 Meter vor dem Ziel „einen Krebs ein“ (blieb mit Ruderblatt hängen), so dass man am Ende dem tschechischen Konkurrenten mit einer knappen halbe Sekunde unterlag.
Für Marie und Paul, die nach ihren guten Leistungen bei den Deutschen Meisterschaften Ende Juni in Hamburg ins Nationalteam berufen wurden, sind die WM-Medaillen nicht der erste großen Erfolg in dieser Saison. Bereits Anfang Juli rechtfertigten beide ihre Nominierung und wurden im litauischen Trakai mit ihren jeweiligen Achtern Europameister. „Für mich sind diese Erfolge sensationell. Das hat es in dieser Form in unserer Vereinsgeschichte noch nicht gegeben“, freut sich ARV-Leistungssportwart Michael Siemers. „Unsere gezielte Jugendarbeit in den letzten Jahren zahlt sich immer mehr aus.“ Großer Beliebtheit beim jüngsten Rudernachwuchs, der bereits in den Startlöchern sitzt, erfreute sich einmal mehr der Hanseat-Dreikampf, der vergangenen Sonnabend zum 48. Mal am Kaemmererufer ausgetragen wurde (300-Meter Rudern/Laufen/Slalomrudern). Am Start waren 52 TeilnehmerInnen aus sieben Vereinen. Die Gastgeber erkämpften in ihren jeweiligen Alters-/Gewichtsklassen durch Charlotte Moritz, Finja Steffen und Sogand Sultani drei erste Plätze.
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