David Gevorgyan glückt Titelverteidigung

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David Gevorgyan (l.) mit seinem Trainer Frank Rieth und drei bei Deutschen Meisterschaften gewonnen Pokalen Foto: Hoyer

Nachwuchshoffnung des Winterhuder Vereins Agon ist erneut Deutscher Meister

Von Thomas Hoyer
Winterhude
Der Weg ist noch sehr lang, um seinen Traum von der Teilnahme an Olympischen Spielen zu verwirklichen. Doch wieder ist Boxer David Gevorgyan, die große Nachwuchshoffnung des erfolgreichen Winterhuder Vereins Agon e.V., seinem großen Ziel einen kleinen Schritt näher gekommen. In Binz auf Rügen wurde der 15-jährige Schüler zum dritten Mal in Folge Deutscher Meister seiner Alters- und Gewichtsklasse. David Gevorgyan, der bei den Titelkämpfen in der mit zehn Aktiven besetzten U17-Klasse bis 57 Kilogramm (Leichtgewicht) in den Ring kletterte, bekam im Viertelfinale zunächst Tom Laske aus Görzig in Sachsen-Anhalt vor die Fäuste. Bereits im Vorjahr war David auf der DM auf dessen Bruder gestoßen, der ihm damals alles abverlangt hatte. Auch Tom erwies sich als der erwartet bedingungslose Kämpfer, befand sich stets im Vorwärtsmarsch, musste aber der hervorragenden Ringübersicht von David Tribut zollen, der sich kaum einmal treffen ließ, seinerseits aber ein ums andere Mal mit harten Kontern erfolgreich war. Der Kampf endete mit 4:1 Punktrichterstimmen für den Hamburger. Im Halbfinale bekam es David dann mit Ali Reza Ayubi aus Gotha zu tun, ein sehr schneller, beweglicher Gegner und mit 1,80 Meter nahezu genauso groß wie er selbst. Dennoch gelang es auch dem jungen Thüringer kaum, den Rechtsausleger aus der Hansestadt zu treffen, während dieser in der Manier eines Henry Maske seinen Gegner ununterbrochen mit seiner linken Schlaghand abzufangen wusste, was sich schließlich in einem einstimmigen Punktsieg niederschlug.

Verdienter Sieg

Im Finale musste sich David Gevorgyan dann mit dem dreimaligen Deutschen Meister Ahmet Sor aus Backnang (Baden-Württemberg) auseinandersetzen, der als Favorit in seiner Gewichtsklasse galt. Der Hamburger kannte seinen Gegner sehr genau, da er bereits im Februar gegen ihn gekämpft und knapp verloren hatte. Beide Kontrahenten begegneten sich daher mit großem Respekt, und es begann ein von Taktik und Technik bestimmter Kampf. Im Unterschied zur Begegnung im Februar wusste aber der aus Armenien stammende Schüler diesmal seine Reichweitenvorteile konsequent zu nutzen und konnte durch den Gewinn der dritten Runde den Fight mit 3:2 für sich entscheiden. „Das war ein knapper, aber durchaus verdienter Sieg“, so Agons Trainer Frank Rieth. „David hat mit diesem Titelgewinn einmal mehr sein herausragendes Talent bewiesen.“ Besonders glücklich war Vater Derenik Gevorgyan, der in der früheren UdSSR ebenfalls geboxt hatte. „Er ist mein größter Fan“, so der erneute Meister.
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