Deutscher Tennisbund will Stadion in Hamburg erhalten

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Detlef Hammer (r.) und Michael Stich veranstalten die German Open, das Herrentennisturnier am Rothenbaum. Dafür benötigen sie ein Stadion mit mindestens 7.500 Plätzen Foto: ch
 
Was wird aus dem Tennisstadion auf dem Gelände des „Der Club an der Alster“? Foto: ch

Derzeit laufen Gespräche mit Club an der Alster und DTB

Von Christian Hanke
Harvestehude
Diskussion um die Zukunft des Tennisstadions am Rothenbaum. Im Der Club an der Alster (DCADA), Hauptpächter des Tennis- und Hockeygeländes an der Hallerstraße bis 2049, bestehen offenbar Tendenzen, das 13.200 Plätze fassende Tennisstadion abreißen zu lassen und durch ein kleineres für rund 7.000 Zuschauer zu ersetzen. Diese Kapazität würde für das internationale Herrentennisturnier der dritten Kategorie, das derzeit im Sommer auf dem Gelände des DCADA ausgetragen wird, ausreichen. Das Planungsbüro Albert Speer und Partner, das von der Stadt Hamburg beauftragt wurde, Pläne für die für Olympia vorgesehenen Sportstätten nach dem Olympiaaus zu unterbreiten („Active City“), befürwortet diesen Gedanken. Der Club an der Alster hat aber noch kein offizielles Votum in diese Richtung abgegeben. Er möchte erst seine Mitglieder befragen, bevor er an die Öffentlichkeit geht. Eine Mitgliederversammlung findet am 9. Juni statt. Über das Stadion kann der Club allerdings nicht allein entscheiden. Der Deutsche Tennis Bund (DTB), der das Stadion erbaut hat und mit seiner Geschäftsstelle auf dem Clubgelände ansässig ist, Pächter wiederum des Clubs an der Alster, hat ein entscheidendes Wort mitzureden. Club an der Alster und DTB können nur eine gemeinsame Entscheidung fällen. Gespräche werden bereits geführt. Der DTB macht keinen Hehl daraus, dass er das Stadion so erhalten möchte, wie es jetzt ist. „Wir sind sehr zufrieden mit diesem Stadion. Es ist intakt. Es besteht keine Notwendigkeit, irgendetwas an dem Stadion zu verändern. Von der ATP (der Spielergewerkschaft der Tennisprofis und Organisatoren der Tennisherrenturniere) wird es immer wieder gelobt, für das ganze Paket, inklusive VIP-Räume, Parkplätze, Umkleideräume. Eine Veränderung kann es nur im Dreiklang von DTB, Club an der Alster und Senat geben“, erklärte dazu DTB-Sprecher Hans-Jürgen Pohmann. Für die Stadt ist nur wichtig, dass Spitzentennis künftig wie derzeit am Rothenbaum möglich ist. „Wir wollen, dass das Tennisstadion am Rothenbaum zukunftsfähig aufgestellt ist, damit dort weiterhin Spitzentennis stattfinden kann. Darüber entscheiden Der Club an der Alster und der Deutsche Tennis Bund“, erklärte Frank Reschreiter, der Sprecher der für Sport zuständigen Innenbehörde. Die Hamburg sport & entertainment GmbH (HSE), die alljährlich das Herrentennisturnier am Rothenbaum veranstaltet, möchte ebenfalls gesichert wissen, dass das Turnier weiterhin und auch über 2018 hinaus, wenn der Vertrag der HSE mit dem DTB endet, auf dem Gelände des Clubs an der Alster veranstaltet werden kann. Dazu HSE-Geschäftsführer Detlef Hammer: „Es ist unser Ziel, die German Open auch über 2018 hinaus zu veranstalten. Das Rothenbaum-Turnier ist ein internationales Spitzensportereignis, Hamburgs reichweitenstärkstes Einzelsportevent. Für die Ausrichtung brauchen wir ein Stadion mit mindestens 7.500 Sitzplätzen und einem mobilen Dach, damit wir auch bei Regen die internationalen Übertragungszeiten sicherstellen können.“ Jetzt kommt es auf die Mitglieder des Clubs an der Alster an. Sollten sie für ein kleines Stadion, eventuell in Kombination mit zwei Hockeyplätzen votieren, stehen dem Club harte Verhandlungen mit dem DTB bevor.
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