Hamburger Hockey-Damen holen auf

Anzeige
Szene aus dem Spiel gegen Braunschweig: Hanna Valentin (r.), die das erlösende 1:0 erzielte, im Zweikampf Foto: Hoyer

Club an der Alster nach zwei Siegen auf Erfolgskurs. Spitzenspiel am Wochenende

Von Christian Hanke
Rotherbaum
Torreiches Wochenende für die ersten Hockey-Damen des Clubs an der Alster! Nach einem 5:0 gegen Eintracht Braunschweig folgte einen Tag später ein 7:1 beim Tabellenletzten der Bundesliga, Gruppe Nord, Hannover 78. Bei zwei Spielen Rückstand auf die beiden Ersten, UHC und HTHC, behauptete Alster damit den dritten Tabellenplatz. Im Spiel gegen Braunschweig taten sich die favorisierten Alsteranerinnen zunächst schwer, zumal die Braunschweigerinnen mutig und geschickt verteidigten, allen voran ihre Torfrau Victoria Wiedermann, die sich ein ums andere Mal den Alster-Stürmerinnen entgegenwarf. Immer wieder verfehlten die Gastgeber knapp das gegnerische Tor oder die Kugel wurde abgewehrt. Groß war daher die Erleichterung, als Hanna Valentin in der 24. Minute nach kurzer Ecke endlich zum 1:0 traf. Kurz nach Wiederanpfiff erhöhte Christina Schütze wieder nach Ecke auf 2:0 und in der 53. Minute machte Nationalspielerin Anne Schröder mit zwei Treffern in einer Minute alles klar. Verdienter Lohn für überragende Vorarbeiten der Silbermedaillengewinnerin von Rio 2016 im bisherigen Spielverlauf. „Sie hat technische Möglichkeiten, die nur ganz wenige haben“, lobte Trainer Jens George, der aber auch noch Mängel im Abschluss sieht: „Da ist sie manchmal zu umständlich.“

Alster beherrschte Spiel


Bei Braunschweig ließen nach dem 0:4 die Kräfte nach. Alster beherrschte das Spiel nun nach Belieben und kam in der letzten Minute durch einen verwandelten Siebenmeter von Christina Schütze zum 5:0 Endstand. „Wir sind manchmal noch nicht abgeklärt genug, um den entscheidenden Ball zu spielen“, kritisierte Jens George nach der Partie. Das läge aber auch daran, dass mit Hanna Granitzki, Kira Horn und Sabine Knüpfer drei Spielerinnen zuletzt im U-21-Nationalkader standen und jetzt erst zu ihrem Team zurückkamen, glaubt George, der seine Mannschaft deshalb etwas „durchmischt“ hat. „Da fehlt manchmal das Eingespielte. Da wissen die Spielerinnen mitunter nicht, wo die Mitspielerin steht“, sieht er einige Mängel.

Insgesamt zufrieden


Insgesamt ist George mit dem bisherigen Saisonverlauf in der Halle aber zufrieden. Immerhin wurde Spitzenreiter UHC schon einmal geschlagen und gegen den Tabellenzweiten HTHC holte seine Truppe ein Remis. Im zweiten Spiel des Wochenendes machten es die Alster-Damen besser. Dem Tabellenletzten Hannover 78 ließen sie beim 7:1 keine Chance. Die Tore erzielten Hanna Valentin (3), Rebecca Landshut, Katharina Henschel, Anne Schröder und Sabine Knüpfer. Nun stehen dem Team von Jens George Marathon-Wochen bevor: fünf Spiele in neun Tagen. Das Spitzenspiel steigt am nächsten Sonnabend, 14. Januar, um 15 Uhr in der Alster-Halle gegen Spitzenreiter UHC. „Dieses Spiel wird der Gradmesser“, weiß Jens George. Mindestens Platz zwei muss Alster erreichen, um ins Viertelfinale zu kommen.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige