Hockey: Deutsches Team gewinnt

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So wie hier Jonathon Bell (l.) gegen Christopher Wesley chancenlos war, konnte die irische Nationalmannschaft gegen die deutsche nichts ausrichten. Die Gastgeber siegten mit 6:0.
 
Bundestrainer Markus Weise war mit dem Auftritt seiner Jungs weitgehend zufriedenFotos: Hoyer

Weltklasse-Hockey bei den Ergo Hockey Masters am Rothenbaum

Von Christian Hanke
Rotherbaum. Weltklasse-Hockey am Rothenbaum: Auf dem Uni-Sportplatz an der Rothenbaumchaussee, der seit sechs Jahren auch Leistungszentrum des Deutschen Hockey Verbandes ist, trafen sich kürzlich beim Ergo Hockey Masters Hamburg vier Nationalmannschaften, um sich auf die Europameisterschaft vorzubereiten, die vom 17. bis 25. August in Boom (Belgien) ausgetragen wird. Mit dem deutschen Team und der Mannschaft der Niederlande waren zwei der besten Hockey-Teams der Welt angereist, die sich im vergangenen Jahr im Olympia-Endspiel in London gegenübergestanden hatten. Ergänzt wurde das Feld durch die Nationalmannschaften von England und Irland. Erwartungsgemäß setzten sich das deutsche und das niederländische Team gegen England und Irland mit hohen Siegen durch.

Spannende Fights

Die Holländer schlugen die Engländer mit 6:1 und die Iren mit 4:0. Deutschland erzielte gegen beide Teams sogar jeweils sechs Tore, besiegte England mit 6:1 und Irland mit 6:0.
Mit Spannung wurde deshalb das Aufeinandertreffen der beiden Olympia-Finalisten im letzten Spiel erwartet. Die Tribüne auf der Gegengeraden an der Rothenbauchaussee war nahezu ausverkauft und auch auf den Plätzen gegenüber vor den Gebäuden des Fachbereichs Sport drängelten sich die Hockeyfans. So viel Weltklasse in einem Spiel gibt es schließlich selten zu sehen. Insgesamt sahen rund 1300 Zuschauer das Spiel. Bundestrainer Markus Weise musste auf drei Akteure aus der Goldmedaillenmannschaft von London verzichten. Deshalb bekamen Spieler aus der zweiten Reihe eine Chance.
Deutschland gegen die Niederlande: Es wurde die erwartet hochklassische und spannende Begegnung.

Gastgeber unter Druck

In der die Gastgeber von der ersten Minute an unter Druck standen. Schon in Minute zwei musste Deutschlands Keeper Nicolas Jacobi aus Hamburg eine starke Parade zeigen, um die Führung der Holländer zu verhindern. Das Oranje-Team war dank starkem Pressing feldüberlegen und brachte das deutsche Team ein ums andere Mal in Verlegenheit. Nur folgerichtig, dass in der 25. Minute das 1:0 für die Gäste fiel. Mink van der Weeden schlenzte flach ins deutsche Tor. Den Gastgebern gelangen einige schöne Einzelleistungen, aber bis zur Pause ohne Torerfolg. In der zweiten Halbzeit agierten die Deutschen besser, konnten das Spiel zumindest ausgeglichen gestalten. Nach einer Ecke erzielte Thilo Stralkowski den 1:1-Ausgleich. Nun ging das Spiel in seine beste Phase. Beide Mannschaften wollten den Sieg und boten hochklassigen Hockey-Sport. Pit Arnold und Tobias Hauke hatten die Führung auf dem Schläger. Doch das nächste Tor erzielten die Holländer. Sander Baarts zog rechts auf und davon und hob die Kugel über die Schulter von Keeper Jacobi hinweg ins Tor. Nun warfen die Deutschen alles nach vorn und wurden in der letzten Minute durch den Ausgleich belohnt, den Christopher Rühr unhaltbar ins linke untere Eck schoss. Damit beendete Deutschland das Turnier aufgrund des besseren Torverhältnisses gegenüber den Niederlanden als Sieger.
Kapitän Moritz Fürste kommentierte: „Gegen Holland hat man in der ersten Halbzeit gesehen, dass wir schon länger nicht gegen die Top Vier der Welt gespielt haben. Nach dem Seitenwechsel wurden wir aber deutlich besser. Wir sind auf einem guten Weg.“
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