Kindern und Jugendlichen Stärke geben

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Staatsrat Christoph Holstein (v.l.), Artem Harutyunyan (Bronze bei Olympia 2016 in Rio) und Olaf Jessen (Vorstand „Boxschool“) mit Jugendlichen aus dem Projekt Foto: Matthias Scharf
Hamburg: Nieland 10 |

„Boxschool“, Verein für Gewaltprävention, ist schon an 23 Hamburger Schulen aktiv

Von Thomas Oldach
Hamburg
Boxen ist zweifellos ein Kampfsport – und damit hat er eigentlich ein schlechtes Image. Gerade Jugendliche schlagen laut Kriminalstatistik aufeinander ein. Doch das muss nicht sein. Meint auch der Verein „Boxschool“. Denn der arbeitet schon seit sieben Jahren gegen den schlechten Ruf. Trägt doch gerade das Boxen dazu bei, aus „Raufbolden“ Menschen zu machen, die ihren Frust in angemessene Bahnen lenken können und dadurch einen Weg finden, der sie raus aus dem Abseits holt. Denn gerade um die auffällig gewordenen Jugendlichen geht es dem Verein. „Boxschool“ ist ein gemeinnütziger Verein und Träger der freien Jugendhilfe. Er versteht sich als Unterstützung für Hamburger Schulen im Umgang mit delinquenten, unsozialen und gewaltauffälligen Jugendlichen.

Opfer von Gewalt


„Auch um die, die im Abseits stehen oder Opfer von Gewalt geworden sind, wollen wir uns kümmern – ihnen Selbstbewusstsein und Stärke in geregelten Bahnen einhauchen“, sagt York-Rüdiger Schnell aus dem Vorstand: „Kinder- und Jugendarbeit ist uns eben eine Herzensangelegenheit – deshalb setzt sich der Verein für Gewaltprävention an Schulen ein.“ Dies unterstützt auch die Block Gruppe: Bereits zum fünften Mal ermöglichte sie kürzlich dem Verein, seine Jahresfeier auszurichten. Mit rund 350 Gästen, dem Staatsrat der Behörde für Inneres und Sport, Christoph Holstein, sowie Sportlern wie Artem Harutyun-yan (Olympischer Bronze-Medaillen-Gewinner 2016) und seinem Bruder Robert Harutyunyan (U 21-Meister 2008 sowie mehrfacher Hamburger- und Norddeutscher Meister) wurde im „Blockbräu“ an den St. Pauli Landungsbrücken gefeiert. Auch der Box-Club der 1. Bundesliga, die „Hamburg Giants“, nahm teil. Die „Boxschool“ hat aktuell 23 Hamburger Schulen mit im Boot, um dort selbststärkende Maßnahmen anzubieten – Trainer inklusive.

Positive Rückmeldungen


Beteiligt sind etwa das Gymnasium Phorms (Hammerbrook), die Domschule St. Marien (St. Georg), die Franz-von-Assisi-Schule (Barmbek), die Grundschule Fahrenkrön (Bramfeld), das Gymnasium Marienthal, die Regionalen Bildungs- und Beratungszentren Billstedt, Nord (Alsterdorf) und Winterhude sowie die Max-Schmeling-Stadtteilschule und die Schule Bekkamp (beide Jenfeld), zudem die Stadtteilschule Oldenfelde. Das Projekt zeige Wirkung, das bewiesen Rückmeldungen aus Schulen, die daran teilnehmen. So berichten sie zum Beispiel, dass die Schüler ruhiger werden. „Der Boxsport ist für mich als Kind ein Ast zum Greifen gewesen. Das Engagement der Boxschool für Kinder und Jugendliche ist vorbildlich und diese Veranstaltung großartig“, sagt Artem Harutyuny.

Weitere Infos: Verein „Boxschool“, Telefon 33 48 53 00
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