Knapp am Meistertitel vorbei

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Packende Zweikämpfe lieferten sich die Jugendlichen des Clubs an der Alster im Endspiel mit ihren Kontrahentinnen vom Mannheimer HC Foto: Hoyer

0:1 gegen Mannheim: B-Mädchen des Clubs an der Alster wurden deutsche Vizemeisterinnen

Harvestehude Die Entäuschung nach dem Endspiel war riesengroß. Tränen rollten den 15- bis 17-jährigen Hockeyspielerinnen von der weiblichen B-Jugend des Clubs an der Alster über die Wangen. Denkbar knapp hatten sie das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft in der eigenen Halle an der Hallerstraße gegen den Mannheimer HC mit 0:1 verloren. Unterm Strich aber war´s ein großer Erfolg. „Mit etwas Abstand betrachtet ist die Deutsche Vizemeisterschaft schon sehr gut, zumal fünf der acht Mannschaften, die an der Endrunde teilnahmen, nahezu gleich stark waren“, resümierte Trainer Berti Rauth. Diese Endrunde veranstaltete Der Club an der Alster vor vielen Hundert begeisterten Zuschauern, die ihre Teams lautstark, auch mit Trommelwirbeln anfeuerten. Beim Endspiel war die Tribüne voll besetzt. Der weibliche Alsternachwuchs hatte sich mit klaren Siegen über den Münchner SC und Club Raffelberg aus Duisburg, jeweils 3:1, sowie einem 2:1 über den Lokalrivalen HTHC in den Gruppenspielen souverän fürs Halbfinale qualifiziert, das mit 2:1 gegen Uhlenhorst Mülheim gewonnen wurde. Im Finale gerieten die Alsteranerinnen schon nach vier Minuten mit 0:1 in Rückstand, als die Juniorinnen vom Mannheimer HC eine Ecke zur Führung verwandelten. Trotz gleich anschließender Torchancen durch Mara Lorenz-Meyer und Amanda Ewersmann kam Alster selten gut ins Spiel. Die Mannheimerinnen, die bereits im letzten Jahr das Endspiel gegen Alster gewonnen hatten, dominierten vor allem mit ihren schnellen Vorstößen die Partie. In der zweiten Halbzeit bekam Alster das Spiel in den Griff, vergab aber beste Chancen, unter anderem nach drei Ecken. Auch ein Siebenmeter wurde verschossen. Insbesondere Emily Kerner stürmte ein ums andere mal aufs gegnerische Tor zu. Papa Johannes B. sah es mit Freude. Trainer Berti Rauth war mit der Leistung seines Teams zufrieden, ließ aber auch Kritik an der mangelnden Chancenverwertung durchblicken: „Wenn man so viele Chancen hat, dann muss auch mal einer reingehen.“
Hochzufrieden zeigte sich Max Daubenbüchel, der junge Coach der HTHC-Juniorinnen, die nach Niederlagen gegen Alster und den Münchner SC, jeweils 1:2, und einem 3:2-Sieg über Raffelberg ebenfalls das Halbfinale erreichten. Dort hielten sie gegen den Mannheimer SC wacker mit, spielten eine gute zweite Halbzeit, verloren am Ende aber mit 1:4 und waren im Spiel um Platz drei gegen Uhlenhorst Mülheim (1:5) chancenlos. Dafür gewannen wie 1. Herren des HTHC vor einer Woche in der eigenen Halle an der Barmbeker Straße durch einen 2:1 Sieg über den AV Arminen Wien zum vierten Mal den Hallen-Europapokal der Landesmeister. (ch)
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