Lacrosse - wie Hockey in der Luft

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Kathrin Nolle, Kerstin Schroeter und Marlene Hellenkamp (von links) beim Training auf dem Platz des HTHCs

Beim HTHC wird der Sport der nordamerikanischen Ureinwohner angeboten

Eppendorf/Winterhude. Wer an der Barmbeker Straße entlang geht, kann sie seit einiger Zeit wieder in Aktion erleben: Auf dem Platz des Harvestehuder Tennis und Hockey Clubs (HTHC) laufen, rennen und hüpfen Mädchen und Jungen mit einem seltsam geformten Schläger, der an einen großmaschigen Kescher erinnert, über den blauen Platz. Dabei wedeln sie ständig den Schläger von der einen auf die andere Seite und versuchen einen kleinen gelben Ball in die Tore zu werfen. Doch hierbei handelt es sich weder um Tennis noch um Hockey.
Dieser, vermutlich vielen noch unbekannte Sport, heißt Lacrosse. Der Trainer des Damenteams des HTHC, Robert Eakins, vergleicht das Spiel mit Hockey, aber der Unterschied sei: „Lacrosse wird in der Luft gespielt.“ Dabei wird ein Ball, in der Größe eines Tennisballs, mit Hilfe jenes eigentümlich geformten Netzschlägers durch die Luft geworfen. Ziel ist – und das ist wiederum weniger überraschend – möglichst viele Tore zu werfen.

Spiel aus Nordamerika

Die Spielerinnen trainieren zurzeit für die ersten Begegnungen, die im September beginnen. Los geht es mit dem Spiel des Damen A-Teams am Sonntag, 29. September, gegen Hannover. Lacrosse ist die älteste Sportart Nordamerikas und wurde schon im 15. Jahrhundert von den amerikanischen Ureinwohnern gespielt. Obwohl schon im frühen 19. Jahrhundert französische Pioniere den Sport ausprobierten, wurde das Spiel erst 1867 von einem kanadischen Zahnarzt standardisiert. Von da an verbreitete sich die Sportart vor allem in Amerika, Australien und England sehr schnell.
Seit 2002 bietet der HTHC Lacrosse an. Dabei gibt es Unterschiede zwischen Damen- und Herren-Lacrosse. So müssen die Herren Schutzkleidung, die an American Football erinnert, tragen. Bei den Damen ist lediglich ein Mundschutz Pflicht, da Körperkontakt bei Damenspielen verboten ist. In Deutschland sei der Sport noch nicht so entwickelt wie in Nordamerika, so Robert Eakins, der bereits in den USA als Trainer tätig war. Dort wird der Sport in Schulen und Universitäten angeboten. In Deutschland ist es zurzeit noch ein reiner - und selten angebotener - Vereinssport.
Spielerin Antonia Garbe (18) mag vor allem die Schnelligkeit und die Vielseitigkeit des Sports. Auch die Teams seien inzwischen wie eine zweite Familie für sie geworden. Für die Zukunft der Sportart wünscht sich Robert Eakins vor allem ein stärkeres Wachstum und einen höheren Bekanntheitsgrad für die Sportart. Um dies zu erreichen besucht Robert Eakins auch den Sportunterricht an Schulen in der Umgebung des HTHC und gibt dort Probestunden. Wer Lacrosse selbst einmal ausprobieren möchte, der geht einfach zum Training. (sah)

Infos und Trainingszeiten unter www.hamburgwarriors.com oder www.hthc.de/lacrosse.html
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