Lehrer Diekhoff lebt den Sport

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Nicht nur am Ball ein Fachmann: Lehrer Hartmut Diekhoff
 
Sport wird in der Grundschule Knauerstraße ganz groß geschrieben: Schülerinnen und Schüler der Sporttalentgruppe betätigen sich vielseitigFotos: Hanke

Ex-HSV-Trainer baute Grundschule Knauerstraße zur „sportbetonten Schule“ aus

Eppendorf. Die Grundschule Knauerstraße bleibt mindestens bis 2015 „sportbetonte Schule“. Mit der Überreichung einer Urkunde hat die Schulbehörde kürzlich diesen 2011 erstmals an die Eppendorfer Schule verliehenen Status um zwei Jahre verlängert. Damit bleibt die Schule Knauerstraße eine von fünf Grundschulen in Hamburg mit diesem Titel. Und den hat sie sich seit vielen Jahren redlich verdient. Unter der tatkräftigen Leitung des stellvertretenden Schulleiters, Hartmut Diekhoff, ist an Eppendorfs ältester Grundschule ein beeindruckendes Sportangebot aufgebaut worden. Ausgewählte Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klassen werden in Sporttalentgruppen zusammengefasst, die einmal in der Woche in enger Zusammenarbeit mit dem Hamburger Sport-Bund ein 75-minütiges allgemeines Training absolvieren. Für Kinder der Vorschule sowie der ersten und zweiten Klassen und für Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klassen mit Bewegungsdefiziten wurden Sportfördergruppen eingerichtet. Die Dritt- und Viertklässler werden außerdem einmal in der Woche 75 Minuten lang von Handballtrainern des Hamburger Sport vereins trainiert. Schließlich steht allen Klassen ein Psychomotorikraum zur Verfügung.
Am Nachmittag können die Grundschülerinnen und -schüler, je nach Neigung, weitere Angebote wahrnehmen, darunter Fußball, Hockey, Schach, Tanzen, Laufen, Tischtennis und besondere Geräte- und Ball-Programme sowie ein Sportarten-Karussell. Die Eppendorfer Schule veranstaltet auf ihrem auf dem Schulhof eingerichteten Soccerfeld einmal im Jahr das Uwe-Seeler-Soccerfeldturnier sowie ein Tischtennisturnier und einen Sponsorenlauf im Kellinghusenpark und beteiligt sich an anderen Sportereignissen, vornehmlich im Bezirk Hamburg-Nord.

Freund Uwe Seeler hilft

Dabei treten die Knauerstraßenschüler in weißen Shirts und roten Hosen auf – äußerst passend, denn die Grundschule pflegt enge Kontakte zum großen HSV. Auch für diese Verbindung ist Hartmut Diekhoff verantwortlich, war er doch in den 1980-er Jahren nicht nur Leichtathletik-Trainer beim HSV, sondern auch Abteilungsleiter für alle Jugendsparten der Rothosen sowie von 1988 bis 1990 Geschäftsführer des gesamten Amateursportbereichs und schließlich als Krönung seiner rot-weißen Laufbahn bis 1991 Organisationschef der Fußball-Bundesligamannschaft. Diekhoff organisierte alles für die Profis, war mit Trainern wie Willi Reimann und Gerd-Volker Schock sowie mit Spielern wie Thomas Doll bestens bekannt. Uwe Seeler und seiner Familie sind die Diekhoffs bis heute freundschaftlich verbunden.
1991 quittierte Diekhoff „schweren Herzens“ beim HSV den Dienst und wurde Lehrer an der Grundschule Kanuerstraße, als dort eine Stelle frei wurde. „Ich wollte immer Grundschullehrer werden. Das habe ich zur Verblüffung aller schon als Schüler gesagt“, erzählt Hartmut Diekhoff, der vor einigen Jahren das Angebot, erster Schulleiter zu werden, ausschlug, weil er dann kaum noch unterrichten kann. Mit seiner Sportbegeisterung und den Verbindungen zum HSV baute Diekhoff an seinem neuen Arbeitsplatz einen Sportschwerpunkt auf, an einer Schule, die bis dahin nichts mit Sport am Hut hatte. HSV-Trainer helfen und Uwe Seeler kommt einmal im Jahr, um die Siegerinnen und Sieger des nach ihm benannten Soccerfeldturniers zu ehren. (ch)
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