Sensationeller Sieg für Winterhude-Eppendorfer Turnverein

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Ex-Profi Udo Riglewski, von 1983 bis 1996 auf der ATP-Tour aktiv, sorgte beim mit entscheidenden Doppel für die „Big Points“ Foto: Thomas Hoyer

Entscheidung im Doppel: WET-Tennis-Herren 40 steigen in die Nordliga auf

Von Thomas Hoyer
Eppendorf
Riesenjubel in der Tennisabteilung des Winterhude-Eppendorfer Turnvereins: Die „Herren40“ haben den Sprung in die Nordliga geschafft, Deutschlands zweithöchste Klasse dieser Alterstufe. Im Aufstiegsspiel besiegte das WET-Team, das am 17. Juli mit einem 8:1-Erfolg über den SC Victoria Hamburger Meister geworden war, auf heimischer Anlage an der Erikastraße Niedersachsens Titelträger DTV Hannover mit 5:4. Mannschaftskapitän Arne Roettger und seine Mitstreiter hatten sich selbst als leichte Außenseiter gesehen. „Um eine echte Siegchance zu besitzen, waren drei Siege in den sechs Einzeln von Nöten“, so Roettger. „Dann könnten unsere starken Doppel die entscheidenden Punkte bringen.“ Und genau so sollte es kommen. Zunächst aller-dings gerieten die Gastgeber, die Glück hatten, dass die Partie turnusgemäß diesmal in Hamburg stattfand, nach Abschluss der beiden ersten von drei parallel begonnenen Einzeln 0:2 ins Hintertreffen. Der frühere mehrfache Deutsche Meister Udo Riglewski, nach einer Knie-Operation noch nicht wieder topfit, und Markus Götze, dessen Punkt eigentlich eingeplant war, verloren ihre beiden Matches mit 6:2, 3:6 und 8:10 beziehungsweise 2:6 und 2:6. Nur gut, dass Daniel Berkenhoff über sich hinauswuchs und sein Match etwas überraschend in zwei Sätzen gewann, womit der WET auf 1:2 verkürzen konnte. Danach begann sich das Blatt langsam zu wenden. Der an Eins spielende Mark Bube und die Nummer fünf, Manuel Drespe, gewannen ihre Matches in jeweils zwei Sätzen, während Arne Roettger, an Drei gesetzt, nach souveränem ersten Durchgang (6:2) schwächelte, den zweiten Satz 1:6 verlor und im Champions-Tiebreak schließlich 5:10 den Kürzeren zog, womit es 3:3 stand. Nun mussten, genau wie zuvor erwartet, die Doppel über den Aufstieg entscheiden. Arne Roettger und Christian Tank beendeten ihr Match als Erste, siegten ungefährdet mit 6:0 und 6:2. „Christian war einfach überragend, so gut habe ich ihn noch nie spielen sehen“, zollte „Capitano“ Roettger seinem Partner ein großes Lob. Spannender machte es das WET-Spitzendoppel Bube/ Riglewski, das zwar den ersten Durchgang gewann (6:4), dann aber glatt 1:6 unterlag, so dass der Champions-Tiebreak entscheiden musste. Dort spielte Udo Riglewski, der 1991 an Platz sechs der Doppel-Weltrangliste geführt wurde, seine ganze Klasse aus und machte am Netz die entscheidenden Punkte zum 10:3, womit es uneinholbar 5:3 stand, sprich nach über sechseinhalb Stunden der umjubelten Aufstieg perfekt war. Das letzte Doppel Drespe/Götze brauchte nach Gewinn des ersten Satzes nicht mehr zu Ende gespielt werden und wurde als beutungsloser Punkt für den Gegner gewertet. „Obwohl ich im Tennis wirklich schon viel erlebt habe, war es ein ganz besonderer Tag für mich“, freute sich Udo Riglewski, und auch Arne Roettger war begeistert: „Sensationell, einfach unglaublich!“
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