Sportmedizinische Ambulanz eingeweiht

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Dr. Catalá-Lehnen im Gespräch mit Gojko Kacar, der schon wieder trainiert nach seiner Verletzung im April: Knöchelbruch links und Sehnenanrisse. Foto: Haas
 
Prof. Dr. Guido Sauter (komm. Ärztlicher Leiter des UKE) (v.l.), Joachim Hilke, Frank Arnesen und Thomas Finke (HSV) sowie Dr. Philip Catalá-Lehnen. Foto: Haas

Offen für Leistungs- und Freizeitsportler sowie Kooperationspartner des HSV

Von Waltraut Haas
Eppendorf. Dr. Philip Catalá-Lehnen (38) hat zwar immer eine Verbandsschere im Arztkittel. Protokollgemäß griff der Leiter der UKE Sport- und Bewegungsmedizin kürzlich zu einer edleren Schere, durchtrennte das blaue Band.
Mit dem symbolischen Akt wurde das neue „Athleticum“ auf dem Gelände des Universitätsklinikums Eppendorf (UKE) eingeweiht – im Beisein von Prof. Dr. Guido Sauter, kommissarischer Ärztlicher Direktor des UKE, sowie von HSV-Prominenten: Sportdirektor Frank Arnesen, Joachim Hilke vom HSV-Vorstand sowie Trainer Thomas Finke gaben sich die Ehre.
Die neue sportmedizinische Ambulanz steht zwar allen Leistungs- und Freizeitsportlern offen; mit dem HSV jedoch besteht künftig eine umfassende Kooperation. Bereits seit Januar ist Dr. Catalá auch der Mannschaftsarzt des HSV, behandelt die Profis auch auf dem Spielfeld. Durch diese Kooperation erreiche die sportmedizinische Betreuung eine neue Stufe, erklärte Joachim Hilke. „Hinter dem Athleticum steht die wissenschaftliche und medizinische Kompetenz des gesamten Klinikums“, versicherte Prof. Guido Sauter.
Trainer Thorsten Fink berichtete, dass auch die Spieler zufrieden seien mit dieser Kooperation. „Dabei geht es schon um sehr viel Geld“, so Finke weiter. Auch Frank Arnesen betonte, wie wichtig die bestmögliche medizinische Versorgung der Profi-Kicker sei, die ihre Rehabilitation einschließt.
„Wir wollen Verletzungen effektiv, fachübergreifend und schnell behandeln. Zudem ist Prophylaxe ein wichtiges Thema“, erklärte Dr. Catalá. Bei einem Rundgang durch das Athleticum zeigte der Facharzt für Unfallchirurgie und Orthopädie die neue Ausstattung: Leistungsdiagnostik ermöglichen Fahrrad- und Laufbandergometer, weitere Geräte dienen der Muskelfunktions- und Kraftdiagnostik oder der Bewegungsanalyse sowie der Wirbelsäulenvermessung. Zudem erläuterte der Chef des Athleticums seinen interdisziplinären Ansatz. Er verzahnt Sportmediziner und Therapeuten mit Trainern, Psychologen und Ernährungswissenschaftlern.

Nachwuchs-Prävention
Was die Prävention von Verletzungen angeht, ist Dr. Robert Peray Marshall besonders zuversichtlich: „Bei den Jugendlichen ist der Leistungsdruck noch nicht so hoch, ihre Bewegungsmuster sind weniger eingeschliffen.“ Als einer der vier Ärzte im Athleticum betreut Marshall den HSV-Nachwuchs, behandelt „das ganze Spektrum an Verletzungen“, allen voran Bänderrisse oder Meniscusverletzungen.
Konzept der Osteopathie
Mit von der Partie im interdisziplinären Team von vier Ärzten, acht Physiotherapeuten und drei Sportwissenschaftlern ist im Athleticum auch Lisa Schön.
Nach ihrem Studium ist sie seit 2008 als Osteopathin berufstätig. „Leben ist Bewegung“: Das sei ihre Philosophie. Bei ihrer Therapie bearbeitet sie nicht einfach isolierte Muskelgruppen oder Körperteile. „Wir gehen ursachenbezogen vor, behandeln den ganzen Menschen.“

Fußball-Profis
Unterdessen schwitzten schon zwei prominente Patienten in der neuen Ambulanz. Der chinesische Nationalspieler Deng Zhuoxiang vom FC Jiangsu Sainty trainierte nach dreimonatiger Behandlung einer Fußverletzung im UKE bereits am Laufbandergometer.
Optimistisch war jetzt auch HSV-Profi Gojko Kacar – nach seiner Verletzung im April: Knöchelbruch links und Sehnenanrisse. Seine Tests im Athleticum zeigen sichtbare Fortschritte.
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