VfL 93 schlägt Spitzenreiter

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Tobias Knoop (r.) kämpft mit Hell-brooks Ferdi Güzel um den Ball Foto: Thomas Hoyer

4:2-Sieg gegen den 1.FC Hellbrook nach Pausenrückstand

Von Thomas Hoyer


Hamburg-Winterhude. Um die Ligafußballer des VfL 93 ist es still geworden. Nach dem großartigen Aufstieg als Landesligameister in Hamburgs Oberhaus löste sich die Mannschaft nach der letzten Serie aus finanziel-len Gründen komplett auf. Seitdem müssen die Winterhuder wieder kleine Brötchen in der Kreisklasse backen. Dort aber läuft es bisher recht gut: Am vergangenen Freitag besiegte das Team vom Borgweg Tabellenführer FC Hellbrook 4:2 und schob sich damit auf Platz drei vor.

Die Gastgeber starteten wie die Feuerwehr. Bereits in der 2.Minute sorgte Florian Kostka nach langem Ball von Farhang Khoshgouy für den Führungstreffer. In der Folge hatte Goalgetter Schahab Sarlak zweimal das 2:0 auf dem Fuß. Doch auch der Gegner war stets gefähr-lich, was mit dem Ausgleich durch Konrad Grzegorzewski belohnt wurde, dem allerdings ein unnötiger Ballverlust und eine ganz schwache Abwehrleistung vorausgegangen war (22.). Nur wenige Minuten später gerieten die Platzherren sogar 1:2 ins Hintertreffen. Nach einer Ecke versenkte mit Ferdi Güzel ein ehemaliger VfL-er das Leder per Kopf. War die erste Halbzeit von den Spielanteilen her relativ ausgeglichenen, bestimmten die Gastgeber durch eine Kabinenpredigt wachgerüttelt nach der Pause deut-lich das Geschehen, was sich in drei Treffern niederschlug, wobei das Team sogar noch einige gute Chancen ausließ. Nach Foul an Nils Schulte verwandelte Tobias Knopp einen Elfmeter zum Ausgleich (52.). Für das 3:2 und den 4:2-Endstand sorgte Schahab Sarlak, der nach Vorarbeit von Michael Kohpmann beziehungsweise Maximilian Krupp traf (82./85.). Be-reits die Tore 17 und 18 des Angreifers, der vor Saisonbeginn vom FC Persia gekommen war. Der Gegner besaß nach der Pause nur einen Hochkaräter, den aber Torwart Timo Böge vereitelte.

"Gegen den 1.FC Hellbrook haben wir gezeigt, dass wir als Mannschaft super funktionieren", freute sich Marco Ritter, der mit Faid Farhadi, Michael Böge und Thorsten Lossau einen vierköpfigen Trainerstab bildet. "Es zahlt sich immer mehr aus, dass bei uns in dieser Serie wesentlich strukturierter gearbeitet wird als noch in der Vorsai-son. Außerdem haben wir mit Schahab Sarlak einen tollen Stürmer bekommen, der ein Spiel alleine entscheiden kann." Bei den Winterhudern legt man besonders gro-ßen Wert auf Stadtteilnähe, was sich in einem für die Kreisklasse hohen Zuschauerschnitt von durchschnittlich etwa 80 Fans niederschlägt. Fast alle Spieler sind ehe-malige VfL-er. "Vom Aufstieg möchte ich jetzt noch nicht reden", so Marco Ritter, "aber der Sprung in die Kreisliga sollte spätestens in der nächsten Saison unser Ziel sein."
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