25 Jahre „Gartenstadt Farmsen“

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Die Gartenstadt Farmsen: Seit 25 Jahren wird die Siedlung von der Mietergenossenschaft „mgf“ verwaltet. Das Ensemble der Gartenstadt steht seit 2003 unter Denkmalschutz Foto: mgf
Hamburg: Bramfelder Weg 35 |

Die Hamburger Siedlung mit Wohnungen und Reihenhäusern ist ein stabilisierender Faktor im Stadtteil

Von Michael Hertel
Farmsen
Mit rund 2000 Wohneinheiten, darunter 900 Reihenhäuser, war die „Gartenstadt Farmsen“ einst das größte Bauvorhaben seiner Zeit in Deutschland. Auf rund 50 Hektar Fläche fanden Mitte der 1950er-Jahre rund 10.000 Menschen im wahrsten Sinne eine „neue Heimat“. Dreißig Jahre später kam es zur Abwicklung des Eigentümers, des Gewerkschaftsunternehmens „Neue Heimat“. Bis dahin war die Gartenstadt durch Misswirtschaft zu einem sozialen Brennpunkt im Bezirk herabgesunken und sollte an den Meistbietenden verkauft werden. Das aber scheiterte am Widerstand der Bewohner, die zunächst eine Mieterinitiative, und 1988 eine Genossenschaft gründeten. Am 22. Januar 1992 erfolgte die Eintragung der „Mietergenossenschaft Farmsen“ (mgf) in das Genossenschaftsregister.

Festakt in Erlöserkirche

Noch im gleichen Jahr kaufte Hamburg die Siedlung, um sie an die mgf zu verpachten. Seitdem hat sich die Gartenstadt, die inzwischen zu großen Teilen unter Denkmalschutz steht, zu einem stabilisierenden Faktor in Farmsen entwickelt. Die Siedlung ist durch Investitionen von rund 138 Millionen Euro saniert und energetisch auf den neuesten Stand gebracht worden. Die Genossenschaft hat heute rund 3300 Mitglieder und Wohnraum für 4500 Menschen zu sozialverträglichen Mieten von 6,59 Euro pro Quadratmeter geschaffen.
So blickt die Genossenschaft optimistisch in die Zukunft. Die nächsten Schritte sollen der Neubau von 190 Wohneinheiten im Rahmen der Nachverdichtung sowie
58 Wohnungen im ersten Förderweg in der August-Krogmann-Straße werden. Zum geplanten Festakt anlässlich des 25-jährigen Jubiläums im Gemeindehaus der Erlöserkirche (Bramfelder Weg) haben sich unter anderen der SPD-Fraktionsvorsitzende in der Bürgerschaft, Andreas Dressel, sowie Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff angesagt.
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