Ärger um Parkplatzsituation in Farmsen

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Dauerparker, die bereits ermahnt wurden, ihr Fahrzeug zu entfernen, blockieren Monate lang die bereits knappen Parkplätze Foto: Grell
 
Carmen Raiski wohnt erst seit zwei Jahren im Birkholtzweg und hat jetzt aufgrund der chaotischen Parksituation zusammen mit ihrer Tochter einen Stellplatz gemietet Foto: Grell
Hamburg: Birkholtzweg 20-22 |

Birkholtzweg: Über die lästige Dauersuche nach einem Stellplatz für das Auto



Von Karen Grell
Farmsen
Parkende Autos am Straßenrand von Wohngebieten gibt es überall in Hamburg. Meist ist das Parken völlig in Ordnung und nur in Bereichen vor Einfahrten und in Kurven besteht aus Sicherheitsgründen ein absolutes Halteverbot. Dennoch führen gerade die abgestellten Autos im Wohngebiet immer wieder zu Chaos.

Zu eng für Feuerwehren und Rettungswagen

Dauerparker, die ihr Auto scheinbar vergessen haben und Monate lang am Straßenrand zurücklassen, Querparker, die sich in jede auch noch so enge Lücke quetschen und dann auch noch diejenigen, die die Ausfahrten teilweise blockieren, machen das Durchkommen in den engen Seitenstraßen zu einem Abenteuer. Gerade in den Stadtteilen Farmsen und Berne sind die kleinen Nebenstraßen oft so schmal, dass beim Rangieren kaum Raum bleibt und das Einparken zu einer echten Herausforderung wird. Besonders dramatisch ist die Situation, wenn die Straßen durch die abgestellten Autos so schmal werden, dass Feuerwehren und Rettungswagen kaum durchkommen. „Hier brannte schon mal ein Mülleimer“, erinnert eine Anwohnerin aus dem Birkholtzweg, die dann das komplizierte Rangieren der Feuerwehrleute miterlebte. Claudia Berishaj, die im Birkholtzweg wohnte und heute oft ihre Mutter hier besucht, ist nicht nur die chaotische Parkweise vieler Anwohner ein Dorn im Auge, sondern auch der permanente Mangel an Parkplätzen. Dieses Problem kennt auch Carmen Raiski, die seit zwei Jahren hier wohnt.

Wenige Tiefgaragen

„Ab 18 Uhr gibt es bei uns in der Straße überhaupt keinen Parkplatz mehr“, bedauert die junge Oma, deren Enkelkinder in der Nachbarwohnung leben. Zusammen mit ihrer Tochter hat sie deshalb jetzt einen Stellplatz gemietet. „Den bekommt immer diejenige von uns beiden, die als Letzte kommt, wenn alle Parklücken bereits besetzt sind.“ Tiefgaragenstellplätze gebe es nur sehr wenige und auch das ist kein Garant für einen Parkplatz. Viele der Ausfahrten seien von Autos blockiert, man kommt nur schwer um die Ecke. Zudem stehen die Tiefgaragen bei Regen auch oftmals unter Wasser. Die meisten der Anwohner parken deshalb auch weiterhin auf der Straße. Es ist klar: Bei mehreren Hochhäusern und den vielen Bewohnern am Birkholtzweg „reichen die Parkplätze bei weitem nicht aus“, bedauern die Anwohner.

Hoffen auf Rücksicht

„Eine Lösung habe ich bisher allerdings auch nicht“, erklärt Carmen Raiski. Nur den jungen Nachbarn von gegenüber kann die Parkplatzsituation als einzigen nicht aus der Ruhe bringen und er verrät auch warum: „Ich habe mal eine Zeit lang auf St. Pauli gewohnt, da ist die Lage noch um einiges schlimmer.“ Die Anwohner rund um den Birkholtzweg würden sich dennoch beim Parkverhalten der Anwohner mehr Rücksichtnahme wünschen. „Gerade auch aufgrund der Sicherheit“, meint Carmen, die an ihre Enkelkinder denkt, die zwischen den parkenden Autos wenig Überblick über die Straße haben. Und schließlich könne jeden einmal ein Unfall treffen – was wäre es dann für ein Drama, wenn der Rettungswagen nicht durchkäme, nur „weil so chaotisch geparkt wird“.
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4 Kommentare
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Rainer Stelling aus St. Georg | 05.09.2017 | 19:13  
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Elke Noack aus Rahlstedt | 06.09.2017 | 08:21  
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Rainer Stelling aus St. Georg | 06.09.2017 | 13:54  
1.364
Elke Noack aus Rahlstedt | 06.09.2017 | 18:42  
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