„Farewell“ Bus-Tour durch Farmsen

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Tim, Nicolas, Jana und Melina (v.li.) haben zusammen mit Kunstlehrer Ulrich Schötker die Bustour quer durch Farmsen entwickelt. Anwohner konnten mitfahren Foto: Grell
Hamburg: Hermelinweg 10 |

Abiturienten der Erich Kästner Schule entdecken neue Seiten im Viertel

Von Karen Grell
Farmsen
Oberstufenschüler des Profils Kunst und Geschichte der Erich Kästner Stadtteilschule in Farmsen haben jetzt ihren Stadtteil einmal genauer betrachtet und ganz neue und interessante Ecken entdeckt. Auf einer „Farewell Farmsen“ Bus-Tour präsentierten die Schüler in der vergangenen Woche die Ergebnisse ihrer Arbeit und nahmen auch Anwohner mit auf die eineinhalbstündige fast magische Reise. Dabei wurden tolle Geschichten aus dem Stadtteil erzählt und Kindheitserinnerungen geteilt. Als Reiseproviant gab es eine Torte in Form des Quartiers und viele interessante Gespräche mit den Anwohnern im Viertel, die in Farmsen alle auch einen ganz besonderen Stadtteil sehen.

Erinnerungen und Wünsche


„Gerade den Stadtnischen, die keinen so guten Ruf haben, sind wir auf den Grund gegangen“, erklärt Tim und bezieht sich dabei zum Beispiel auf ein Hochhaus, von dem sich schon viele Menschen gestürzt haben sollen. Jana und Melina berichten dagegen von einer großen Wiese im Stadtteil, auf dem nur ein einzelnes Haus stehen würde. „So etwas hatte ich bisher in Farmsen nicht vermutet“, so Jana. Doch neben den Erinnerungen an den Stadtteil aus der eigenen Kindheit standen auch Wünsche für die Zukunft mit im Fokus des Projektes. Deshalb erfanden die Schüler auch eine neue Mitte für Farmsen mit einem Park, einem Kulturzentrum, Cafés und einem extravaganten Fitnesszentrum. „So etwas fehlt hier einfach“, meinen Jana und Melina.

Wie ein kleines Dorf


Die Bustour bot somit eine gute Perspektive auf Farmsens Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zugleich, geprägt von 25 Schülern, von denen viele dort aufgewachsen sind, manche irgendwann wegziehen wollen, andere bleiben oder auch zurückkommen werden. „Farmsen ist eben wie ein kleines Dorf, in dem sich viele kennen“, meint Tim, der weiß, dass viele auch noch mal neue Wege gehen wollen, sich trotzdem aber mit der Gartenstadt in Hamburg eng verbunden fühlen. Erarbeitet haben die Schüler die Bustour gemeinsam mit ihrem Lehrer Ulrich Schötker, dem Kunstvermittler an der Erich-Kästner-Schule, Esther Pilkington der Performanceforscherin und Matthias Vogel, dem Kulturagenten. Die Tour war ein künstlerisch interessantes und absolut gelungenes Projekt, das den Stadtteil einmal ganz neu beleuchtet hat und zu dem Ergebnis brachte, dass in Farmsen viel mehr steckt, als vielleicht auf den ersten Blick erkennbar ist.
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