Giftalarm am Berner Wald

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Behörde kämpft gegen Ratten. Was Hundebesitzer wissen müssen Foto: wb
Hamburg: Kleine Wiese |

Rattenbekämpfung alarmiert Hundebesitzer. Was Tierhalter jetzt wissen müssen

Michael Hertel
Berne
Seit Tagen hängen knallrote Zettel mit der Aufschrift „Vorsicht Rattengift“ an Laternenmasten zwischen der Straße „Kleine Wiese“ (Ausgang Berner Wald) und dem Gelände der ehemaligen Grundschule in der Lienaustraße. Hundebesitzer sind beunruhigt, fürchten um die Gesundheit ihrer Tiere. Auf den Infozetteln ist eine Telefonnummer des Instituts für Hygiene und Umwelt angegeben. Es sei ein Rattenbefall in dieser Gegend gemeldet worden. Die Bekämpfung werde etwa vier bis sechs Wochen dauern, heißt es aus dem Institut. Die Köder seien in „Boxen“ ausgelegt. Es handele sich um Tüten „mit roten Haferflocken“. Um beispielsweise für herumstreunende Hunde (im und am Berner Wald herrscht Leinenpflicht!) gefährlich zu sein, müssten diese schon wesentlich „mehr als drei bis vier Flocken“ fressen. Im Übrigen seien den Ködern Bitterstoffe beigemischt. Das Institut geht deshalb davon aus, dass Hunde die Köder nicht aufnehmen. Ganz so harmlos scheint das Gift für Haustiere aber nicht zu sein. „Hunde können solche Boxen knacken. Außerdem holen Ratten die Köder manchmal aus den Boxen raus“, berichtet die Volksdorfer Tierärztin Petra Hirschberger. Das Rattengift wirkt verzögert, verhindert die Blutgerinnung. Ratten verbluten damit innerlich. Hirschberger: „Auch für kleine Hunde kann das tödlich sein. Bei Verdacht muss der Hund sofort als Notfall zum Tierarzt gebracht werden.“
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