Projektwoche an Erich Kästner-Stadtteilschule

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Maximilian, Vanessa und Malte haben eine Brücke konstruiert, die dann auch eine Federtasche gehalten hat Foto: Grell
Hamburg: Hermelinweg 10 | Modellbau lockert trockene Theorie in naturwissenschaftlichen Fächer auf

Von Karen Grell
Farmsen
Physik, Chemie und Biologie können manches Mal ziemlich trockene Unterrichtsfächer sein. Umso mehr Spaß macht es deshalb, wenn man als Schüler auch selber kreativ werden kann und etwas Eigenes gestalten darf. An der Erich Kästner-Stadtteilschule haben die Schüler der neunten Klassen, die nicht die Prüfungen zum ersten Schulabschluss mitschreiben mussten, eine tolle naturwissenschaftliche Projektwoche erlebt. Zellen einmal selber als Modell bauen oder eine Brücke aus Holzstäben und Gummibändern kreieren, das forderte eine ganze Menge Geschick von den 15-Jährigen und war außerdem auch noch richtig spannend. „Wir haben zuerst einen Plan für die Brücke entworfen und dann angefangen, die Holzstäbe sinnvoll zu verbinden“, erklärt Malte (15) das Projekt im Physikunterricht, bei dem eine Brücke gebaut werden sollte, die mindestens einen Meter lang ist und dazu auch noch dem Gewicht einer Federtasche Stand hält.

Schüler sind engagiert dabei


Physiklehrer Patrick Rieth war absolut zufrieden: „Die Schüler engagieren sich und finden manches Mal sogar bessere Lösungen als ich selber“, sagt Rieth lachend. Eines der entstandenen Modelle war so gut gebaut, dass es bis zu 700 Gramm aushalten konnte. „Eine super Leistung“, lobte Rieth. Praxistest bestanden.
Anita und Vanessa hat das Basteln von eigenen Tierzellen und Pflanzenmodellen interessiert. „Wir haben zwar die ganze Woche an den Modellen gearbeitet, es war aber durch die verschiedenen Themenbereiche dennoch immer wieder etwas neues“, erzählt Anita, die sich mit einer Tierzelle befasst hat.

Modelle werden im Unterricht genutzt


Nach der Projektwoche landen die entstandenen Modelle nicht in der Mülltonne, sondern werden als Anschauungsmaterial für den Unterricht an der Erich Kästner-Schule eingesetzt. „Die ganze erste Woche nach den Frühjahrsferien werden die Modelle außerdem hier in der Schule ausgestellt“, erklärt Birgit Oetinger, die als Bio- und Chemielehrerin die Projektwoche koordiniert hat. „Durch das Herstellen der verschiedenen Modelle im Bereich Bio, Physik, Chemie und Informatik, haben die Schüler einen anschaulichen Einblick in die Materien bekommen“, sagt Oetinger, die weiß, dass sich so mancher Schüler mit Physik und Chemie schwertut. „Mit der übergroßen Tierzelle kann man sich jetzt richtig gut vorstellen, wie es im Inneren der Lebewesen aussieht“, denkt Vanessa über die neuen Erkenntnisse, die sie durch die kreative Arbeit bekommen hat. Die Ausstellung in der Schule kann jeder besuchen, der sich für die Arbeit der Schüler interessiert.
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