Schäden nach illegaler Party

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René Plettner (l.) und Christian Schwark warten noch auf die Jugendlichen, die vorbeikommen wollten, um den Schaden an den Schlössern zu reparieren Foto: Grell
Hamburg: Spannstücken 20 |

Vandalismus entsetzt Bauspielplatz-Betreiber in Berne

Karen Grell
Berne
Den Bauspielplatz in Berne gibt es schon seit 1973 und immer wieder kam es hier in den Jahren auch mal zu verschiedenen Zwischenfällen. Der aktuelle Fall von Vandalismus hat die Mitarbeiter aber ganz besonders entsetzt. „Mitten in der Nacht haben Jugendliche hier die Schlösser aufgebrochen, um auf dem Baui eine Party zu feiern“, erklärt Christian Schwark, der Leiter der Einrichtung. Man habe dann sogar versucht, die Tische des Waldkindergartens zu nutzen, der direkt auf dem Gelände sein Terrain hat, um es sich auch richtig gemütlich zu machen. „Es war den Feierlustigen dann wohl zu anstrengend, die Tische über den Zaun zu heben und deshalb wurde gleich die Pforte aufgebrochen“, ärgert sich Schwark über das Verhalten der jungen Leute. Aufmerksam geworden war Sozialpädagoge René Plettner, der über seinen eigenen Computer zuhause die Überwachungskamera kontrolliert hatte und das Dilemma so spontan entdecken konnte. Als er um zwei Uhr morgens beim Baui eintraf, „waren die Jugendlichen gerade beim Aufräumen“. Um Missverständnisse in der Frage rund um die Öffnungszeiten zu vermeiden, brachten die Mitarbeiter bereits vor Monaten extra ein riesengroßes Schild mit den genauen Nutzungszeiten am Eingangsbereich an. „Die Polizei hatte uns dazu geraten“, so Schwark.

Keiner kommt zum Aufräumen

Die jungen Partygäste hatten dann noch an Ort und Stelle versprochen, den Schaden wieder gut zu machen und in den nächsten Tagen vorbeizukommen. „Bisher ist niemand hier aufgetaucht“, bedauert René Plettner. Sollte auch in den kommenden Tagen nichts passieren, wird der Leiter vom Baui Berne doch noch Anzeige erstatten. „Wir sind hier ein offenes Haus, aber das lassen wir uns nicht gefallen.“ Sogar den Müll hätten die auf frischer Tat ertappten Jungs und Mädels einfach liegen lassen wollen. „Wir sind wirklich enttäuscht von diesem Verhalten der Jugendlichen“.
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