Schüler laufen für Verein Target

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Florentina (l.) und Maika haben es geschafft, Rüdiger Nehberg für einen Vortrag an ihrer Schule zu gewinnen Foto: Grell
Hamburg: Berner Heerweg 188 |

Maika und Florentina oganisieren Spendenlauf in Farmsen für Kampf gegen Verstümmelung

Von Karen Grell
Farmsen
Maika und Florentina (beide 14) aus der achten Klasse der Rudolf-Steiner-Schule in Farmsen haben sich für ein Referat mit dem Lebenskünstler Rüdiger Nehberg befasst. Bekannt für seine skurrilen Überlebens-Touren mitten im Urwald oder beim Überqueren des Atlantiks hat sich der frühere Bäckermeister Rüdiger Nehberg schon vor Jahrzehnten einen Namen gemacht. Zunächst als mutiger Abenteurer, der sich auch mal von Insekten ernähren kann, dann als Menschenrechtler, der sich heute für ein Ende der weiblichen Genitalverstümmelung weltweit einsetzt. Auf das Engagement im Kampf gegen das Verbrechen am weiblichen Körper, das sich Nehberg heute zur Lebensaufgabe gemacht hat, ist Maika zusammen mit ihrer Freundin Florentina erst beim Ausarbeiten ihrer Präsentation gestoßen. „Jeden Tag werden irgendwo auf der Welt über 6.000 Mädchen beschnitten, das ist eins alle elf Sekunden“, erklärt Maika, „die meisten davon leben in afrikanischen Ländern“. Eine Zahl, die sie unfassbar findet.

Sponsorenlauf

„Das muss doch irgendwann einmal aufhören“, meint auch Florentina, die zusammen mit Maika spontan zu einem Sponsorenlauf auf dem Condor Sportplatz in Berne aufgerufen hat, um Gelder für die Organisation „Target“ zu sammeln, die Rüdiger Nehberg zur Unterstützung im Kampf gegen das Verbrechen an jungen Mädchen gegründet hat. Der Beginn seines großen Engagements war der Moment, „in dem meine Frau und ich Augenzeugen einer Verstümmelung wurden und wussten, dass wir nicht eher ruhen würden, bis es das Verbrechen nicht mehr gibt“. So hat es Nehberg auch geschafft, die höchsten Rechtsgelehrten des sunnitischen Islam dazu zu bewegen, die altüberlieferte Praktik als Sünde zu erklären und zu verbieten. Je mehr Menschen von den Taten erfahren, die das Leben der jungen Mädchen Jahre lang mit Schmerzen und Qualen begleiten, desto mehr könne man auch bewegen. Deshalb ist Menschenrechtsaktivist Rüdiger Nehberg auch sofort gern für einen Vortrag in die Wandsbeker Schule gekommen und war auch beim Sponsorenlauf selbstverständlich vor Ort. „Ein tolles Engagement der Schülerinnen“.

Gelder für Verein Target

Die kompletten Gelder aus dem Sponsorenlauf gehen an den gemeinnützigen Verein Target, damit die Arbeit, die allein aus Spendengeldern finanziert wird, weitergehen kann. „Wir hätten ohne unser Referat nicht von dem Ausmaß des Verbrechens gewusst, das hier an Mädchen täglich verübt wird“, erklärt Maika, die nun hofft, dass jeder einzelne Schüler möglichst viele Runden gelaufen ist, um das Projekt von Rüdiger Nehberg auch finanziell unterstützen zu können. Wichtig sei den beiden Schülerinnen aber vor Allem, mehr Aufmerksamkeit für das Thema Genitalverstümmelung zu erreichen, damit das Verbrechen nicht weiter unerkannt bleiben kann.

Kontakt zur Organisation Target im Internet unter www.target-nehberg.de
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